Özkan Seven, wiss. Mit.

Rechtsreferendar Seven IT-Recht

Özkan Seven

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter
  • Ref. iur. am Landgericht Essen

Interessen

IT-Recht Urheberrecht E-Commerce Datenschutzrecht

Vita & Veröffentlichungen


Artikel

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Özkan Seven veröffentlicht regelmäßig Blog-Beiträge zu aktuellen Ereignissen und Entscheidungen.


Vita

Özkan Seven ist seit April 2025 Rechtsreferendar am Landgericht Essen. Er studierte Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und legte dort im Jahr 2024 erfolgreich das Erste Staatsexamen ab.

Seinen universitären Schwerpunkt setzte er auf die Grundlagen des Rechts, insbesondere auf die Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie. In diesem Zusammenhang entwickelte er ein besonderes Interesse an Immanuel Kant.

Die Staatsanwaltsstation absolvierte Herr Seven bei der Staatsanwaltschaft Essen. Die Verwaltungsstation führte ihn zum Verwaltungsgericht Gelsenkirchen sowie zur Vergabekammer Westfalen.

Neben seinem Studium und Referendariat liest Herr Seven viel und setzt sich mit einer Vielzahl von Themenbereichen auseinander, darunter Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Astronomie und Informatik.

In diesem Zusammenhang ist er seit vielen Jahren Mitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.


In seiner Rolle als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei ITMR Rechtsanwälte wird Özkan Seven ab März 2026 das Team insbesondere in den Bereichen IT-Recht, Datenschutzrecht, KI-Recht und vertragsrechtliche Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle unterstützen. Die Schnittstelle zwischen klassischer Rechtswissenschaft und den rasanten Entwicklungen der Digitalisierung fasziniert ihn dabei besonders. Gerade die zunehmende Verzahnung von Rechtsfragen mit technischen, mathematischen und logischen Grundprinzipien eröffnet seiner Ansicht nach völlig neue Beratungsperspektiven.

Die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz (KI) und generativen Sprach- sowie Bildmodellen stellt Unternehmen und öffentliche Stellen vor nie dagewesene juristische Herausforderungen. Fragen des geistigen Eigentums an KI-generierten Inhalten, der Transparenzpflichten nach dem EU AI Act, der Haftung für fehlerhafte Algorithmen-Entscheidungen sowie der Vereinbarkeit mit datenschutzrechtlichen Prinzipien (Art. 5, 22, 35 DSGVO) werden in den kommenden Jahren Gerichte und Aufsichtsbehörden intensiv beschäftigen.

Auch die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung (Onlinezugangsgesetz, Registermodernisierungsgesetz, elektronische Aktenführung) und die damit einhergehenden vergaberechtlichen Implikationen bilden einen weiteren Schwerpunkt seines Interesses. Seine praktischen Erfahrungen bei der Vergabekammer Westfalen ermöglichen es ihm, Vergabeverfahren für IT- und Digitalisierungsprojekte nicht nur aus rein juristischer, sondern auch aus technisch-organisatorischer Perspektive zu bewerten.

Neben der juristischen Arbeit verfolgt Özkan Seven mit großer Aufmerksamkeit die wissenschaftlichen Debatten über die Philosophie der Digitalität. Wie verändert sich unser Verständnis von Autonomie, Verantwortung und Kausalität, wenn Entscheidungen zunehmend von selbstlernenden Systemen getroffen werden? Welche Rolle spielen dabei klassische Konzepte der Rechtsphilosophie – etwa Kants kategorischer Imperativ oder die Freiheitslehre – noch in einer Welt, in der Datenströme und Algorithmen maßgeblich menschliches Verhalten beeinflussen? Diese Fragestellungen sieht er nicht als rein akademisches Gedankenspiel, sondern als notwendige Grundlage, um zukunftsfähige Rechtsnormen zu entwickeln.

ITMR Rechtsanwälte setzen bewusst auf ein interdisziplinär denkendes Team. Die Kombination aus tiefem juristischem Verständnis, technischer Affinität und philosophisch-reflektierendem Hintergrund macht Özkan Seven zu einer wertvollen Ergänzung. Mandanten profitieren davon, dass er Sachverhalte nicht nur isoliert rechtlich bewertet, sondern immer auch die größeren technologischen, gesellschaftlichen und ethischen Zusammenhänge berücksichtigt.

Wer heute in den Bereichen Cloud Computing, Software-as-a-Service, KI-Entwicklung, Datentreuhand, Cyber-Security-Verträge oder digitaler Plattformökonomie tätig ist, braucht Berater, die sowohl die rechtlichen Fallstricke als auch die technischen Möglichkeiten und Grenzen realistisch einschätzen können.