AI-Act-Erstcheck
AI-Act-Erstcheck für Unternehmen
Ordnen Sie vorläufig ein, ob Ihr KI-System Stop-Check-, Hochrisiko-, GPAI-, Transparenz- oder Governance-Pflichten auslösen kann. Der Checker strukturiert Rolle, Einsatzbereich, personenbezogene Auswirkungen, verbotene Praktiken, Modellbezug und Schnittstellen zu Datenschutz, Produktrecht, Data Act, CRA, Verträgen und Dokumentation.
Wofür dieser Erstcheck gedacht ist
Der Check hilft Unternehmen, Start-ups, Agenturen, Plattformbetreibern, SaaS-/Cloud-Anbietern und Entscheidern, ein KI-Vorhaben strukturiert vorzubereiten: Rolle, Risikoklasse, rote Linien, Unterlagen, Fristen- und Governancebedarf.
- Vorläufige, redaktionelle Einordnung nach Risikosignalen und AI-Act-Rollen.
- Hinweise zu verbotenen Praktiken, Hochrisiko-Konstellationen, Transparenz und GPAI.
- Konkrete nächste Prüfpunkte und Unterlagenliste für eine ITMR-Anfrage.
- Kein Ersatz für eine rechtliche Einzelfallprüfung.
Risikopass
AI-Act-Prüfgates: von Stop-Check bis Governance
Die Visualisierung ist als interaktiver KI-Risikopass aufgebaut. Wählen Sie ein Prüfgate aus oder lassen Sie den Fragebogen das passende Gate nach dem Ergebnis hervorheben.
Nach dem Fragebogen wird die vorläufige Risikostufe hier gespiegelt. Die Prüfgates können auch manuell angeklickt werden.
Aktives Prüfgate
Stop-Check vor Rollout
Prüfen Sie zuerst, ob eine verbotene Praktik oder eine besonders kritische Konstellation betroffen sein kann.
- Manipulation, Ausnutzung von Schutzbedürftigkeit oder Social Scoring ausschließen.
- Biometrie, Emotionserkennung und Strafverfolgungskontexte gesondert prüfen.
- Bis zur Klärung keine produktive Nutzung, Bewerbung oder Erweiterung.
Orientierung
So läuft die AI-Act-Ersteinordnung ab
Rolle bestimmen
Anbieter, Betreiber, Integrator, Importeur, Händler oder Produkthersteller können unterschiedliche Pflichten treffen.
Use Case abgrenzen
Entscheidend sind Zweckbestimmung, Nutzergruppen, Daten, Output und tatsächlicher Einsatzkontext.
Red-Flags prüfen
Verbotene Praktiken und sensible Bereiche werden zuerst geprüft, bevor Produkt- oder Rollout-Fragen vertieft werden.
Risikoklasse einordnen
Hochrisiko, GPAI, Transparenzpflichten und normale Governancepflichten werden getrennt betrachtet.
Nachweise vorbereiten
KI-Inventar, Risikobewertung, Datenschutzprüfung, Vendor-Unterlagen und Schulungen werden dokumentationsfähig gemacht.
Leistungsumfang
Was dieser Check leistet
Der AI-Act-Erstcheck ist ein strukturierter Vorfilter. Er ersetzt keine rechtliche Bewertung im Einzelfall, hilft aber, die relevanten Fragen für Anbieter, Betreiber und Integratoren zu bündeln und typische Anschlussprüfungen zu erkennen.
- Er erkennt typische Signale für verbotene Praktiken, Hochrisiko-KI, GPAI und Transparenzpflichten.
- Er berücksichtigt Governance-Bausteine wie KI-Inventar, AI-Literacy, menschliche Aufsicht, Vendor Review und Dokumentation.
- Er weist auf Schnittstellen zu DSGVO/DSFA, Urheberrecht, Geschäftsgeheimnissen, Data Act, CRA, Produkthaftung, DSA und Verträgen hin.
- Er erzeugt einen kopierbaren Kurzüberblick für die Anfrage.
Was prüft dieser AI-Act-Erstcheck?
Der Check fragt Rolle, KI-Funktion, Einsatzbereich, Auswirkungen auf Personen, Red-Flags, Transparenzsignale, GPAI-Aspekte und vorhandene Governance-Bausteine ab. Daraus entsteht eine vorläufige Risikoeinordnung mit nächsten Prüfpunkten.
Bedeutet ein hohes Ergebnis automatisch Hochrisiko-KI?
Nein. Ein hohes Ergebnis bedeutet, dass eine vertiefte Prüfung naheliegt. Ob ein KI-System tatsächlich als Hochrisiko-KI gilt, hängt von Zweckbestimmung, konkretem Einsatz, Rolle des Unternehmens, Ausnahmen, Omnibus-Stand und finaler Rechtslage ab.
Welche AI-Act-Pflichten sind besonders zeitnah relevant?
Verbotene Praktiken, AI-Literacy, GPAI, Transparenz- und Hochrisiko-Fragen müssen getrennt betrachtet werden. Wegen aktueller Leitlinien, Standards und Omnibus-Anpassungen sollte vor verbindlichen Fristannahmen eine aktuelle Quellenprüfung erfolgen.
Welche Unterlagen sollten vorbereitet werden?
Hilfreich sind Systembeschreibung, Zweck, Nutzergruppen, Datenflüsse, Anbieterunterlagen, Verträge, Screenshots, Output-Beispiele, Datenschutzunterlagen, Risikoanalyse, Schulungskonzept und geplanter Go-live.
Interaktiver Erstcheck
Welche AI-Act-Pflichten könnten Ihr KI-System betreffen?
Beantworten Sie die Fragen so, wie das Vorhaben aktuell geplant ist. Bei Unsicherheit wählen Sie die vorsichtigere Antwort oder markieren Sie „Keine oder unklar“, soweit angeboten.
Bitte beantworten Sie die Pflichtfrage dieses Schritts, bevor Sie fortfahren.
Vorläufiges Ergebnis
Warum dieses Ergebnis?
Empfohlene nächste Prüfpunkte
Sinnvoll vorzubereitende Unterlagen
Fristen & Schnittstellen
Typische AI-Act-Risiken, Fristen und Maßnahmen
Redaktioneller Stand: 26.05.2026. Wegen AI-Omnibus, Leitlinien, Standards und nationaler Aufsichtspraxis sind konkrete Fristen vor verbindlichen Maßnahmen quellenbezogen zu prüfen.
| Prüffeld | Einordnung | Typische Maßnahme |
|---|---|---|
| Verbotene Praktiken | Stop-Check für Art.-5-Konstellationen wie bestimmte manipulative, biometrische oder Social-Scoring-Fälle. | Use Case sperren oder umgestalten, Rechtsprüfung, Managementfreigabe dokumentieren. |
| AI-Literacy | Schulung und Kompetenzaufbau sind bei Organisationen mit KI-Nutzung ein früher Governance-Baustein. | Schulungskonzept, KI-Richtlinie, Nachweise und Rollenverantwortung dokumentieren. |
| GPAI | Bei Allzweck-KI-Modellen sind Anbieter-, Dokumentations-, Copyright- und Transparenzpflichten gesondert zu prüfen. | Modellunterlagen, Trainingsdatenzusammenfassung, Copyright Policy und Vendor-Klauseln prüfen. |
| Hochrisiko-KI nach Anhang III | HR, Bildung, essenzielle Dienste, Biometrie, kritische Infrastruktur und Behördenkontexte sind besonders prüfungsbedürftig. | Risikomanagement, Datenqualität, technische Dokumentation, Logging, Human Oversight, Robustheit und Cybersecurity vorbereiten. |
| Produktintegrierte Hochrisiko-KI | Bei KI in regulierten Produkten, Sicherheitskomponenten, Software oder digitalen Elementen können längere Staffelungen und Produktrecht greifen. | Konformitätsbewertung, CE-/Produktunterlagen, SBOM, Secure SDLC, Updatepolitik und Haftungsdokumentation abstimmen. |
| DSGVO / DSFA | Personenbezug, Beschäftigtendaten, Profiling oder sensible Daten können eine vertiefte Datenschutzprüfung auslösen. | Rechtsgrundlagen, VVT, AVV, TOM, DSFA, Betroffeneninformation und Löschkonzept prüfen. |
| Data Act / CRA / DSA | Vernetzte Produkte, Cloud, Produktdaten, Software, Plattformen, Ranking oder Moderation können zusätzliche Regime auslösen. | Dateninventar, Datenzugangsprozess, Geschäftsgeheimnisse, Cybersecurity, Plattformpflichten und Vertragsklauseln prüfen. |
Nächste sinnvolle Schritte
Verwandte ITMR-Checker und Anschlussprüfungen
AI-Act-Fragen strukturiert vorbereiten
Schildern Sie kurz, welches KI-System Sie einsetzen, anbieten oder integrieren, welche Rolle Ihr Unternehmen hat, ob personenbezogene Daten betroffen sind und ob ein Go-live, Kundenrollout oder Behörden-/Kundenanforderungen bevorstehen.
AI-Act-Erstcheck bei ITMR anfragenQuellen und amtliche Orientierung
- Verordnung (EU) 2024/1689, EUR-Lex
- Europäische Kommission: AI Act
- EU AI Act Service Desk: Implementation Timeline
- Europäische Kommission: GPAI obligations under the AI Act
- Europäische Kommission: Guidelines on prohibited AI practices
- Europäische Kommission: Draft Guidelines on high-risk AI systems, 19.05.2026
- Europäische Kommission: Standardisation of the AI Act