Cyber Resilience Act
CRA-Check für Software, Hardware und Produkte mit digitalen Elementen
Dieser interaktive Check unterstützt Unternehmen, Hersteller, Importeure, Händler, Softwareanbieter, Komponentenlieferanten und Open-Source-Strukturen bei der ersten Einordnung, ob der Cyber Resilience Act relevant sein kann und welche nächsten Schritte für Security, Konformität, SBOM, Vulnerability Handling und Produktdokumentation naheliegen.
- Produkte mit digitalen Elementen
- Secure-by-design
- SBOM und OSS
- VDP, PSIRT und Meldelogik
- CE- und Konformitätsakte
Was Sie als Ergebnis erhalten
Der CRA-Check liefert eine vorläufige Risikostufe, eine wahrscheinliche Rollen- und Produkteeinordnung, typische Gründe, priorisierte Prüfpunkte, vorzubereitende Unterlagen und einen kopierbaren Kurzüberblick für eine strukturierte Anfrage.
- Berücksichtigung von Hersteller-, Importeur-, Händler-, Reseller-, Komponenten- und OSS-Konstellationen.
- Einordnung der Fristen 11.09.2026 für Meldepflichten und 11.12.2027 für CRA-Hauptpflichten.
- Schnittstellen zu NIS2/BSIG, Data Act, GPSR, Produkthaftung, DSGVO, Open Source und Softwareverträgen.
Interaktive Visualisierung
CRA-Produkt-Security-Kompass
Der Cyber Resilience Act verlangt keine isolierte Checkliste, sondern ein belastbares Produkt-Sicherheitsmodell. Klicken Sie auf ein Prüfmodul, um zu sehen, welcher Nachweis im CRA-Projekt typischerweise aufgebaut werden muss.
Orientierung in fünf Schritten
Was dieser Check leistet
Der CRA-Check ist eine strukturierte Erstorientierung. Er ersetzt keine Einzelfallprüfung, hilft aber dabei, den Prüfgegenstand, die wahrscheinlich relevante Rolle, typische Readiness-Lücken und die nächsten Unterlagen für eine anwaltliche oder interne Compliance-Prüfung zu sortieren.
Wann ist der CRA typischerweise relevant?
Der CRA ist typischerweise relevant, wenn Software, Hardware, vernetzte Produkte, eingebettete Systeme, Firmware, Komponenten oder digitale Funktionen auf dem EU-Markt bereitgestellt werden. Entscheidend sind Produktgrenze, Marktbereitstellung, Rolle des Unternehmens und mögliche Ausnahmen.
Welche Pflichten stehen im Mittelpunkt?
Im Mittelpunkt stehen Cybersicherheitsanforderungen über Design, Entwicklung, Produktion, Auslieferung und Wartung, Schwachstellenmanagement, Security Updates, Supportzeitraum, technische Dokumentation, EU-Konformitätserklärung, CE-/Kennzeichnungsthemen und Meldeprozesse für aktiv ausgenutzte Schwachstellen oder schwere Sicherheitsvorfälle.
Was sind die Grenzen des Checks?
Der Check kann keine verbindliche Produktklassifizierung, keine technische Prüfung und keine finale Konformitätsbewertung ersetzen. Spezialrecht, Open-Source-Sonderregeln, Drittbewertung, harmonisierte Normen, ENISA-Meldeformate und konkrete Produktkategorien müssen im Einzelfall geprüft werden.
Interaktiver Fragebogen
CRA-Betroffenheit und Readiness einschätzen
Beantworten Sie die folgenden Fragen so konkret wie möglich. Das Ergebnis wird aus Rollen-, Produkt-, Kategorie-, Readiness- und Dringlichkeitssignalen berechnet.
Gründe für die Einordnung
Empfohlene nächste Prüfpunkte
Sinnvoll vorzubereitende Unterlagen
Typische Fristen, Risiken und Maßnahmen
| Datum / Anlass | Relevanz | Typische Maßnahme | Risikosignal |
|---|---|---|---|
| 10.12.2024 | Cyber Resilience Act in Kraft. | Produkt- und Rollenmapping starten, Produktportfolio gegen CRA-Scope prüfen. | Keine Zuständigkeit für CRA im Unternehmen definiert. |
| 11.09.2026 | CRA-Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorfälle werden praktisch relevant. | VDP, PSIRT, Incident-Runbook, Beweissicherung, Eskalation und Meldewege vorbereiten. | Kein Prozess für Vulnerability Intake, CVE-Bewertung oder Kundenkommunikation. |
| 12.09.2026 | Data-Act-by-design für neue vernetzte Produkte und verbundene Dienste kann parallel relevant werden. | Produktdaten, Schnittstellen, Geschäftsgeheimnisse und DSGVO-Gates zusammen mit CRA-Architektur planen. | Connected Product ohne Datenzugangs- und Security-by-design-Konzept. |
| 09.12.2026 | Neue Produkthaftungsregeln sind für Software, KI, Updates und Cybersecurity-Risiken einzuplanen. | Release Notes, Security Patches, technische Dokumentation und Haftungsakte strukturieren. | Security-Entscheidungen sind technisch vorhanden, aber nicht gerichtsfest dokumentiert. |
| 11.12.2027 | CRA-Hauptpflichten werden anwendbar. | Secure-by-design, technische Dokumentation, SBOM, CE-/Konformitätsakte, Supportzeitraum und Updatepolitik etablieren. | Produkt wird weiter vertrieben, ohne Konformitätsstrategie und Nachweisführung. |
| Ereignisabhängig | Aktiv ausgenutzte Schwachstelle, schwerer Sicherheitsvorfall, Rückruf, Kunden- oder Behördenanfrage. | Incident Response, rechtliche Meldeprüfung, Kundenkommunikation, Patchplan und Beweissicherung koordinieren. | Öffentlicher Exploit, kritischer CVE, kompromittierte Komponente oder fehlende SBOM. |
Nächste sinnvolle Schritte
Verwandte ITMR-Checker und Anschlussprüfungen
CRA-Betroffenheit strukturiert prüfen lassen
Bei Software, vernetzten Produkten, IoT, Embedded Devices, Security-Produkten, Komponenten oder Open-Source-Strukturen sollte die CRA-Prüfung früh in Produktroadmap, Security Engineering, Vertragsgestaltung und Nachweisdokumentation eingebunden werden.
Rechtlicher Orientierungshinweis
Dieser CRA-Check dient der ersten Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob der Cyber Resilience Act tatsächlich anwendbar ist, welche Rolle Ihr Unternehmen einnimmt, ob eine wichtige oder kritische Produktkategorie betroffen ist und welche Konformitäts-, Melde- oder Dokumentationspflichten bestehen, muss anhand des konkreten Produkts, der Lieferkette, der technischen Architektur, der Marktbereitstellung und der aktuellen Behörden- und Normenlage geprüft werden.