ITMR Risk Cockpit
Interaktive Risiko-Matrix für digitale Rechtsrisiken
Das Risk Cockpit hilft Unternehmen, digitale Rechtsrisiken strukturiert einzuordnen: Geschäftsmodell, Regulierungsdruck, Fristen, Nachweise, Kontrollreife und akute Eskalationssignale werden zu einer vorläufigen Priorität verdichtet.
Wofür dieses Cockpit gedacht ist
Der Check eignet sich für SaaS-, Cloud-, Plattform-, KI-, E-Commerce-, Software-, App-, IoT- und datengetriebene Geschäftsmodelle. Er ersetzt keine Einzelfallprüfung, zeigt aber, wo sofort Beweise gesichert, Fristen geprüft, Unterlagen vorbereitet oder Governance-Maßnahmen priorisiert werden sollten.
Visuelle Einordnung
Risk-Heatmap mit klick- und ziehbarem Prioritätsmarker
Klicken Sie direkt in die Matrix oder ziehen Sie den Marker. Die manuelle Position wird als Eintritt und Auswirkung in die Auswertung übernommen. Alternativ bewegt sich der Marker automatisch anhand Ihrer Antworten im Fragebogen.
Ablauf
So arbeitet die Risiko-Matrix
- 1Geschäftsmodell erfassen
SaaS, Cloud, KI, Plattform, Shop, App, IoT oder Marketingmodell bestimmen.
- 2Rechtsbereiche bündeln
Datenschutz, Cybersecurity, KI, Datenzugang, Verbraucherrecht, Content und Produkt-Compliance werden gemeinsam betrachtet.
- 3Eskalationsnähe prüfen
Laufende Fristen, Behördenkontakt, Incident, Launch oder Audit verändern die Priorität deutlich.
- 4Kontrollreife bewerten
Dokumentierte Prozesse, Verantwortliche, Nachweise und technische Kontrollen reduzieren das Restrisiko.
- 5Nächste Schritte ableiten
Das Ergebnis priorisiert Maßnahmen, Unterlagen und den passenden Kontaktanlass.
Erstorientierung
Was dieser Check leistet
Das Risk Cockpit ist eine strukturierte Vorprüfung für digitale Geschäftsmodelle. Es verdichtet typische Risikotreiber aus Datenschutz, KI, Data Act, DSA, NIS2/BSIG, CRA, BFSG, Produktsicherheit, E-Commerce, Werbung, Content, IP und Litigation Readiness zu einer priorisierten Handlungsempfehlung.
Wann ist das Risk Cockpit sinnvoll?
Es ist sinnvoll, wenn ein digitales Produkt, eine Plattform, ein KI-Tool, ein Shop, ein SaaS-Angebot oder ein Daten-/Cloud-Prozess rechtlich priorisiert werden soll, insbesondere vor Launch, nach Incident, bei Behördenkontakt, bei Investoren-/Kundenaudit oder bei unklarer Verantwortlichkeit.
Welche Grenzen hat die Matrix?
Die Matrix ersetzt keine Einzelfallprüfung. Sie bewertet nur typische Risikosignale. Ob eine konkrete Pflicht greift, hängt von Rolle, Geschäftsmodell, Zielgruppe, Vertragslage, Datenflüssen, technischer Umsetzung und aktueller Behörden- oder Rechtsprechungspraxis ab.
Wie werden unsichere Regulierungsentwicklungen behandelt?
Updatekritische Punkte wie AI-Omnibus, Digital-Omnibus, Data-Act-Durchführung, Green-Claims-Entwicklung oder technische CRA-Leitlinien werden als Monitoring-Themen behandelt. Verbindliche Fristen werden nur dort als sicher dargestellt, wo sie belastbar sind.
Interaktiver Check
Risikosignale auswählen und Priorität berechnen
Beantworten Sie die folgenden Schritte. Pro Schritt ist mindestens eine Auswahl erforderlich. Mehrfachauswahlen erhöhen den Score, wenn mehrere Risikotreiber gleichzeitig vorliegen. Die Matrix kann zusätzlich direkt per Klick oder Drag gesetzt werden.
Vorläufiges Ergebnis
Ihre Risk-Cockpit-Auswertung
NiedrigWahrscheinliche Einordnung
Warum diese Einstufung?
Empfohlene nächste Prüfpunkte
Sinnvoll vorzubereitende Unterlagen
Kurzüberblick kopiert.
Fristen und Maßnahmen
Typische Risikofelder für digitale Geschäftsmodelle
Die Matrix nennt sichere Standardfristen nur vorsichtig und stets abhängig vom konkreten Scope. Bei politischen Einigungen, Entwürfen oder noch nicht final konsolidierten Entwicklungen ist Monitoring erforderlich.
| Risikofeld | Typischer Auslöser | Frist / Status | Erste Maßnahme |
|---|---|---|---|
| DSGVO-Datenpanne | Personenbezogene Daten betroffen, Security Incident, Fehlversand, unbefugter Zugriff | Aufsichtsmeldung regelmäßig binnen 72 Stunden prüfen; Betroffeneninformation einzelfallabhängig | Incident-Timeline, Systeme, Datenarten, Betroffenenzahl, TOMs und Dienstleisterrollen sichern |
| Betroffenenrechte / Datenschutzanfragen | Auskunft, Löschung, Widerspruch, Datenkopie oder Beschwerde | Antwort regelmäßig binnen 1 Monat prüfen | Identität, Frist, Datenquellen, Empfänger, Lösch- und Ausnahmegründe dokumentieren |
| AI Act / KI-Governance | KI-Tool, Chatbot, HR-KI, Scoring, Deepfake, GPAI-Integration oder Anbieterrolle | KI-Kompetenz und verbotene Praktiken seit 02.02.2025 relevant; weitere Pflichten rollenabhängig | KI-Inventar, Rollenbestimmung, Verbotsscreening, Daten-/Urheber-/DSGVO-Prüfung starten |
| Data Act | Vernetztes Produkt, verbundener Dienst, Cloud-Switching, Datenzugang oder B2B-Datenvertrag | Allgemein seit 12.09.2025; Design-Anforderungen für neue vernetzte Produkte ab 12.09.2026 | Dateninventar, Schnittstellen, Vertragsklauseln, Geschäftsgeheimnis- und DSGVO-Gates aufsetzen |
| NIS2 / BSIG und CRA | SaaS, Cloud, kritische Sektoren, Softwareprodukt, Vulnerability, Security-Audit | NIS2/BSIG in Deutschland seit 06.12.2025; CRA-Meldepflichten ab 11.09.2026, Hauptpflichten ab 11.12.2027 | Betroffenheit, Incident-Runbook, SBOM, VDP, Secure-SDLC und Management-Verantwortung prüfen |
| E-Commerce / BFSG / Claims | Shop, App, Abo, Checkout, Kündigungsbutton, Accessibility, Werbung, Green Claims | BFSG seit 28.06.2025; EmpCo-Anwendung ab 27.09.2026; Verbraucherpflichten laufend | Checkout, Kündigungsbutton, Rechtstexte, Accessibility Statement, Claim-Dossier und Nachweise prüfen |
Anschlussprüfungen
Nächste sinnvolle Schritte
Verwandte ITMR-Checker und Anschlussprüfungen für eine vertiefte Einordnung.
Risiko priorisieren lassen
Wenn Fristen laufen, Daten betroffen sind, ein Launch bevorsteht, Kunden oder Investoren Nachweise verlangen oder unklar ist, welche Regulierung greift, sollte die Einordnung nicht nur abstrakt bleiben. Senden Sie eine kurze Darstellung, vorhandene Unterlagen und den erzeugten Kurzüberblick an ITMR.
Kontakt aufnehmenDieser Checker bietet eine strukturierte rechtliche Erstorientierung. Er ersetzt keine Prüfung des konkreten Einzelfalls, keine verbindliche Rechtsberatung und keine technische Sicherheitsprüfung. Fristen, Pflichten und Risikostufen können je nach Rolle, Geschäftsmodell, Vertragslage, Datenflüssen, Produktarchitektur und aktueller Behörden- oder Rechtsprechungspraxis abweichen.