ITMR Mandats-Navigator
Den richtigen rechtlichen Einstieg für Ihr digitales Anliegen finden
Akutfall, Vertragsprüfung, Go-live, Datenschutz, KI, Plattform, SaaS, E-Commerce oder Compliance-Aufbau: Der Mandats-Navigator ordnet Ihr Anliegen vorläufig ein und zeigt, welche Route, Unterlagen und nächsten Prüfschritte typischerweise sinnvoll sind.
Was der Navigator leistet
Der Check verbindet Anlass, Dringlichkeit, Zusatzrisiken, betroffene Rechtsbereiche und Ziel der Anfrage. Daraus entsteht eine strukturierte Mandatsroute mit Risikostufe, Priorität, passenden ITMR-Leistungen, vorzubereitenden Unterlagen und einem kopierbaren Kurzüberblick für die Kontaktaufnahme.
- Vorläufige Einordnung für digitale Geschäftsmodelle, Unternehmen, Start-ups, Agenturen, Plattformen, SaaS-/Cloud-Anbieter und E-Commerce.
- Berücksichtigt typische Schnittstellen zu DSGVO/TDDDG, AI Act, Data Act, DSA, NIS2/BSIG, CRA, BFSG, GPSR, UWG, IP, Software, Content und Litigation.
- Ersetzt keine Einzelfallprüfung, hilft aber, Fristen, Unterlagen und Prioritäten sauber vorzubereiten.
Mandatsroute
Vom Anlass zur passenden rechtlichen Route
Die Grafik zeigt die typische Erstsortierung: Anlass klären, Dringlichkeit sichern, Kontext prüfen, Rechtsfelder erkennen und den nächsten Schwerpunkt festlegen.
Orientierung
So arbeitet der Mandats-Navigator
Anlass erfassen
Akutfall, Datenschutzproblem, KI, SaaS, Shop, IP, Cybersecurity oder HR werden als Ausgangsroute erfasst.
Fristen und Eskalation priorisieren
Fristsachen, Datenpannen, Plattformkonflikte, Go-live-Termine und behördliche Vorgänge werden höher gewichtet.
Regulatorische Schnittstellen erkennen
Der Check berücksichtigt typische Schnittstellen zu Datenschutz, KI, Data Act, DSA, NIS2, CRA, BFSG, Verbraucherrecht, Werbung und IP.
Mandatsroute ableiten
Das Ergebnis benennt Priorität, Einstieg, Gründe, Prüfpunkte, Unterlagen und passende Anschlussprüfungen.
Einordnung
Was dieser Check abdeckt
Der Mandats-Navigator ist für Fälle gedacht, in denen noch nicht klar ist, ob zuerst ein Akutmodus, eine Vertragsprüfung, ein Compliance-Audit, ein Launch-Check oder eine strategische Begleitung sinnvoll ist. Er hilft besonders, wenn mehrere digitale Rechtsbereiche gleichzeitig berührt sind.
Wann ist der Navigator besonders sinnvoll?
Bei neuen digitalen Produkten, Plattformen, SaaS-/Cloud-Angeboten, KI-Tools, E-Commerce-Strecken, Marketingkampagnen, Content- und IP-Themen, Datenschutzvorfällen, Cybersecurity-Fragen, Abmahnungen und situationsabhängigen Fristen.
Welche Grenzen hat die Einordnung?
Die Auswertung ist eine strukturierte Erstorientierung. Ob eine Meldepflicht, ein Unterlassungsrisiko, ein Vertragsschlussrisiko, eine regulatorische Betroffenheit oder eine konkrete Anspruchslage besteht, muss anhand der Unterlagen und des Einzelfalls geprüft werden.
Welche Entwicklungen sind updatekritisch?
AI-Omnibus, Data-Act-Durchführung, NIS2-/BSIG-Konkretisierung, CRA-Leitlinien, Green-Claims-Entwicklung und Behördenpraxis sind Monitoring-Themen. Sichere Fristen werden als solche benannt; politische Einigungen, Entwürfe und geplante Änderungen bleiben final zu prüfen.
Interaktiver Check
Mandatsroute in fünf Schritten bestimmen
Beantworten Sie die Fragen aus Sicht Ihres Unternehmens. Bei Unsicherheit wählen Sie die vorsichtigere oder breitere Option.
Vorläufiges Ergebnis
Gründe für diese Einordnung
Empfohlene nächste Prüfpunkte
Sinnvoll vorzubereitende Unterlagen
Fristen, Risiken, Unterlagen
Typische Mandatsrouten im Überblick
Die Matrix nennt typische Einstiegspunkte. Einzelne Fristen und Pflichten hängen vom konkreten Geschäftsmodell, den Unterlagen und der technischen Umsetzung ab.
| Route | Typischer Schwerpunkt | Wichtige Fristen / Risikosignale | Erste Unterlagen |
|---|---|---|---|
| Akut / Abwehr | Frist, Anspruch, Plattformmeldung, Abmahnung, Beweise, Unterlassung | Fristen sofort sichern; keine vorschnelle Unterlassungserklärung ohne Reichweitenprüfung | Schreiben, Anlagen, Zustelldatum, Screenshots, Kommunikation, URLs |
| Datenschutz / Incident | DSGVO, TDDDG, AVV, TOMs, Tracking, Betroffenenrechte | Datenpannen können eine 72h-Meldung auslösen; Betroffenenrechte regelmäßig binnen 1 Monat bearbeiten | Incident-Timeline, Logs, Datenarten, Betroffene, Dienstleister, TOMs, AVV |
| KI / Daten | AI Act, KI-Kompetenz, Rollen, DSFA, Data Act, Trainings-/Output-Risiken | AI Act gilt gestaffelt; AI-Omnibus und Hochrisiko-Fristen bleiben bei geplanten Änderungen final zu prüfen | KI-Tool-Liste, Zwecke, Anbieterunterlagen, Prompts, Datenarten, Verträge, Richtlinien |
| SaaS / Cloud / Software | Vertrag, SLA, AVV, Support, Exit, OSS, SBOM, Security, Cloud Switching | Data Act gilt seit 12.09.2025; Data-by-design für neue vernetzte Produkte ab 12.09.2026 prüfen | Vertrag, Leistungsbeschreibung, DPA, Subprozessoren, Security Annex, OSS-/SBOM-Infos |
| E-Commerce / Marketing | Checkout, Kündigungsbutton, Widerruf, BFSG, Preisangaben, Newsletter, Claims | Button-/Kündigungsbuttonpflichten sind launchkritisch; BFSG ist seit 28.06.2025 anwendbar; EmpCo ab 27.09.2026 beachten | Shop-URL, Checkout-Screenshots, AGB, Widerruf, Datenschutzhinweis, Claims, Kampagnen |
| Cyber / Produkt | NIS2/BSIG, CRA, GPSR, Produkthaftung, VDP, Incident Response, Secure SDLC | NIS2/BSIG-Betroffenheit prüfen; CRA-Meldepflichten ab 11.09.2026 und Hauptpflichten ab 11.12.2027 vorbereiten | Systembeschreibung, Assetliste, Sicherheitskonzept, SBOM, VDP, Produktakte, Incident-Prozess |
Nächste sinnvolle Schritte
Verwandte ITMR-Checker und Anschlussprüfungen
Mandatsroute mit ITMR klären
Wenn Fristen laufen, ein Launch ansteht oder Unterlagen bereits vorliegen, sollte die Anfrage möglichst konkret mit Ziel, Frist, Links, Screenshots und Dokumenten gestellt werden. Der kopierbare Kurzüberblick aus dem Ergebnisbereich erleichtert die strukturierte Kontaktaufnahme.
Kontakt aufnehmenRechtlicher Orientierungshinweis
Dieser Mandats-Navigator liefert eine erste, automatisierte Orientierung. Er stellt keine Rechtsberatung im Einzelfall dar und ersetzt keine Prüfung von Unterlagen, Fristen, technischen Abläufen, Vertragsständen und aktueller Behörden- oder Gerichtspraxis.