Presse- und Kommunikationscheck
Presseanfrage, kritische Veröffentlichung oder Shitstorm rechtlich einordnen
Dieser interaktive Check hilft Unternehmen, Geschäftsführungen, Kommunikationsverantwortlichen, Agenturen, Plattformen und digitalen Geschäftsmodellen, akute Presse- und Reputationslagen strukturiert vorzubereiten: von der ersten Anfrage über Verdachtsberichterstattung bis zu Korrektur, Unterlassung, Gegendarstellung oder abgestimmter Krisenkommunikation.
Wobei der Check unterstützt
Der Check ersetzt keine Rechtsberatung, bündelt aber die wichtigsten Signale für die erste Mandats- und Lageeinordnung: Anlass, Frist, Vorwürfe, Veröffentlichungsstand, Beweislage, Geschäftsrisiko und gewünschtes Kommunikationsziel.
- Fristen, Veröffentlichungsdruck und Kommunikationsrisiken schneller erkennen.
- Falsche Tatsachenbehauptungen, Verdachtsberichterstattung, vertrauliche Informationen und personenbezogene Bezüge trennen.
- Beweise, Links, Screenshots, Timeline und Zuständigkeiten für die Anfrage strukturieren.
Visuelles Lagebild
Redaktionsboard: Anfrage, Fakten, Risiko und Reaktionsroute
Das Board zeigt die Logik eines typischen Pressefalls: Erst wird die Anfrage gesichert, dann der Tatsachenkern geprüft, anschließend werden rechtliche Risiken priorisiert und zuletzt wird die passende Reaktionsroute gewählt.
Orientierung
So funktioniert die erste Einordnung
- 1Anlass und Frist erfassen
Presseanfrage, drohende Veröffentlichung, bereits erschienener Beitrag, Interview, Social-Media-Eskalation oder präventives Risiko.
- 2Inhalte qualifizieren
Trennung zwischen Tatsachenbehauptung, Meinung, Verdachtsberichterstattung, Persönlichkeitsrecht, Geschäftsgeheimnis und regulatorischem Sonderthema.
- 3Beweise und Lagebild sichern
Links, Screenshots, Reichweite, Timeline, Verantwortlichkeiten, interne Dokumente, Behördenbezug und bisherige Kommunikation sammeln.
- 4Reaktionsroute bestimmen
Holding Statement, Fristverlängerung, Redaktionshinweis, Korrekturverlangen, Plattformmeldung, Unterlassung, Gegendarstellung oder Krisenkommunikation prüfen.
- 5Anfrage vorbereiten
Der generierte Kurzüberblick kann als strukturierte Grundlage für die Kontaktaufnahme mit ITMR genutzt werden.
Was dieser Check leistet
Prüflogik für Presse, Kommunikation und Reputationsschutz
Die Auswertung gewichtet Zeitdruck, Veröffentlichungsstand, konkrete Vorwürfe, personenbezogene Bezüge, vertrauliche Informationen, Datenschutz- oder Sicherheitsvorfälle, Behördenbezug, Geschäftsauswirkungen und die vorhandene Beweislage. Sie liefert keine abschließende rechtliche Bewertung, aber eine priorisierte Struktur für den nächsten Schritt.
Wann ist der Presse- und Kommunikationscheck besonders relevant?
Besonders relevant ist der Check bei kurzer Antwortfrist, angekündigter oder bereits veröffentlichter kritischer Berichterstattung, Verdachtsberichterstattung, personenbezogenen Vorwürfen, vertraulichen Dokumenten, Datenschutz- oder Sicherheitsvorfällen, Bewertungen, Social-Media-Eskalationen und parallelen Behörden- oder Gerichtsverfahren.
Welche rechtlichen Schnittstellen können betroffen sein?
Je nach Fall können Äußerungsrecht, allgemeines Persönlichkeitsrecht, Unternehmenspersönlichkeitsrecht, KUG, Medienstaatsvertrag, Jugendschutz, DSA-Plattformmeldewege, DSGVO/TDDDG, Geschäftsgeheimnisschutz, Urheberrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht und Litigation-PR zusammenwirken.
Warum ist die Beweissicherung so wichtig?
Bei Online-Veröffentlichungen, Social-Media-Posts, Kommentaren, Suchtreffern und Plattforminhalten können Inhalte schnell geändert oder gelöscht werden. Deshalb sollten URL, Datum, Uhrzeit, Autor, Medium, Reichweite, Screenshots, PDF-/Printfassungen, Kommentare und Weiterverbreitung früh gesichert werden.
Welche Grenzen hat die automatische Einordnung?
Die Einordnung hängt stark vom konkreten Wortlaut, Tatsachenkern, Kontext, Veröffentlichungsinteresse, Fristenlage, Reichweite und den verfügbaren Beweisen ab. Der Check dient daher nur der strukturierten Erstorientierung und ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls.
Interaktiver Check
Pressefall jetzt vorläufig einordnen
Beantworten Sie die folgenden Schritte. Mehrfachauswahl ist möglich, wenn mehrere Risiken zusammenkommen.
Vorläufiges Ergebnis
Warum dieses Ergebnis?
Empfohlene nächste Prüfpunkte
Sinnvoll vorzubereitende Unterlagen
Fristen und Risikosignale
Typische Prüfpunkte bei Presse- und Reputationslagen
| Situation | Warum relevant | Typische Maßnahme |
|---|---|---|
| Kurze Pressefrist oder angekündigte Veröffentlichung | Unabgestimmte Antworten können rechtliche Positionen schwächen oder missverständlich zitiert werden. | Frist, Fragenkatalog, Medium, Autor und geplanten Kontext sichern; Holding Statement und Fristverlängerung prüfen. |
| Unwahre Tatsachen oder Verdachtsberichterstattung | Entscheidend sind Wortlaut, Tatsachenkern, Anhörung, Ausgewogenheit, Belege und Kontext. | Konkrete Aussagen isolieren, Beweise zuordnen und Redaktionskommunikation rechtlich prüfen. |
| Vertrauliche Informationen oder Geschäftsgeheimnisse | Schutz hängt unter anderem von Geheimhaltungsstatus, Schutzmaßnahmen, Herkunft und Veröffentlichungsinteresse ab. | Geheimnisschutz, NDA, Zugriffswege, interne Leaks und Unterlassungsoptionen prüfen. |
| Datenschutz- oder Sicherheitsvorfall | Bei personenbezogenen Datenschutzverletzungen kann eine Meldung an die Aufsicht binnen 72 Stunden erforderlich sein. | Incident-Team, Datenschutz, IT-Security, Kommunikation und Betroffeneninformation abstimmen. |
| Social-Media-Eskalation oder Plattformverbreitung | Reichweite, Wiederholungen, Kommentare und Plattformmechanismen können den Schaden schnell vergrößern. | Screenshots, Links, Reichweite und Accounts sichern; Plattformmeldung, DSA-Meldeweg und Antwortlinie prüfen. |
| Behörde, Gericht oder laufendes Verfahren | Öffentliche Kommunikation darf Verfahren, Verteidigung, Aufsichtskommunikation und Beweisführung nicht konterkarieren. | Legal, PR, Datenschutz, Compliance und externe Prozessvertretung in eine Freigabelinie bringen. |
Nächste sinnvolle Schritte
Verwandte ITMR-Checker und Anschlussprüfungen
Pressefall strukturiert anfragen
Schildern Sie kurz Anlass, Frist, Medium, konkrete Aussagen, bisherige Kommunikation und Ihr Ziel. Bei Veröffentlichungen sind Links, Screenshots, Datum, Autor, Reichweite und der vollständige Beitrag besonders hilfreich.
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