Influencer-Recht – Kennzeichnung, Verträge & DSA

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Influencer-Recht: Kennzeichnung, Verträge, Plattformregulierung und Haftungsrisiken

Das Influencer-Recht ist eines der dynamischsten Rechtsgebiete der digitalen Wirtschaft. Es verbindet Medienrecht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Markenrecht, Datenschutzrecht und zunehmend europäische Plattformregulierung. Influencer-Marketing ist längst integraler Bestandteil unternehmerischer Kommunikationsstrategien – mit erheblichen wirtschaftlichen Chancen, aber auch erheblichen rechtlichen Risiken.

Creator, Agenturen und Marken bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Kennzeichnungspflichten, Vertragsfragen, IP-Rechten, Plattformrichtlinien und regulatorischen Neuerungen wie dem Digital Services Act. Fehler führen schnell zu Abmahnungen, Bußgeldern oder Account-Sperrungen.

Als spezialisierte Kanzlei für Medienrecht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Markenrecht und Datenschutzrecht begleiten wir Influencer, Creator, Managements, Unternehmen und Plattformakteure strategisch und konfliktfest.

Inhaltsverzeichnis


Grundlagen des Influencer-Rechts

Influencer-Recht ist kein eigenständiges Gesetz, sondern eine Schnittstellenmaterie. Maßgeblich sind insbesondere:

  • § 5a UWG (Kennzeichnung kommerzieller Kommunikation)
  • Medienstaatsvertrag (MStV)
  • Urheberrechtsgesetz
  • Datenschutz-Grundverordnung

Die Rechtsgrundlagen sind über gesetze-im-internet.de abrufbar.

Hinzu kommen europäische Vorgaben wie der Digital Services Act (DSA), abrufbar über EUR-Lex.

Influencer-Marketing ist wirtschaftlich relevant: Unternehmen investieren erhebliche Teile ihres Online-Marketing-Budgets in Creator-Kampagnen. Entsprechend hoch ist das regulatorische Augenmerk.


Kennzeichnungspflichten und Werberecht

Zentral ist die Frage: Wann liegt Werbung vor?

Eine Kennzeichnung ist erforderlich, wenn:

  • eine Gegenleistung vorliegt
  • ein werblicher Überschuss besteht
  • Affiliate-Links eingesetzt werden

Fehlerhafte oder fehlende Kennzeichnung führt regelmäßig zu Abmahnungen.

Unklare oder versteckte Werbung birgt erhebliches Abmahnpotenzial.

Wir prüfen Posts, Stories und Kampagnen vor Veröffentlichung und entwickeln rechtssichere Kennzeichnungsleitlinien.

Schnittstellen bestehen zum Werberecht und zur Abwehr von Abmahnungen.


Vertragsgestaltung für Creator und Marken

Influencer-Verträge regeln weit mehr als nur Vergütung.

Wesentliche Inhalte:

  • Nutzungsrechte an Content
  • Exklusivitätsklauseln
  • Wettbewerbsverbote
  • Performance-Kennzahlen
  • Kündigungsrechte

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Regelung von Content-Eigentum und Weiterverwendung durch Marken.

Wir gestalten maßgeschneiderte Verträge und prüfen Agenturvereinbarungen auf rechtliche Risiken.


Urheberrecht und Content-Nutzung

Influencer sind regelmäßig Urheber ihrer Inhalte. Gleichzeitig verwenden sie fremde Inhalte – Musik, Bilder, Memes.

Zu beachten sind:

  • Lizenzierung von Musik
  • Plattformbedingungen
  • Bearbeitungsrechte

Schnittstellen bestehen zum Lizenzrecht und zum Bildrecht.

Wir prüfen Rechteketten und vertreten bei urheberrechtlichen Streitigkeiten.

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Markenrecht und Eigenmarken

Viele Creator entwickeln eigene Marken – von Fashion bis Kosmetik.

Erforderlich sind:

  • Markenrecherche
  • Anmeldung beim DPMA oder EUIPO
  • Verteidigung gegen Verletzungen

Schnittstellen bestehen zum Markenrecht und zum gewerblichen Rechtsschutz.

Wir begleiten Markenaufbau und internationale Expansion.


Datenschutz, Tracking und Gewinnspiele

Influencer nutzen Tracking-Tools, Newsletter und Gewinnspiele.

Zu beachten sind:

  • Einwilligungserfordernisse
  • Transparenzpflichten
  • Minderjährigenschutz

Schnittstellen bestehen zum Datenschutzrecht.

Wir entwickeln datenschutzkonforme Kampagnenstrukturen.


Produkthaftung und sensible Produktkategorien

Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik oder Gesundheitsprodukte bergen besondere Risiken.

Relevante Aspekte:

  • Heilmittelwerberecht
  • Haftungsfragen
  • Produktsicherheitsanforderungen

Schnittstellen bestehen zum Produkthaftungsrecht.

Wir prüfen Claims und entwickeln Risikominimierungsstrategien.


Plattformregulierung (DSA) und KI-Content

Der Digital Services Act verschärft Transparenzanforderungen.

Zunehmend relevant:

  • Content-Moderation
  • Shadowbans
  • Transparenzpflichten
  • Kennzeichnung von KI-Inhalten

Schnittstellen bestehen zum DSA-Recht und zum KI-Recht.

Wir begleiten Creator bei Plattformkonflikten.


Abmahnungen und Rechtsdurchsetzung

Abmahnungen wegen Schleichwerbung oder Markenverletzungen sind häufig.

Mögliche Schritte:

  • außergerichtliche Verteidigung
  • Unterlassungserklärung
  • gerichtliche Klärung

Wir vertreten Mandanten strategisch – sowohl präventiv als auch in streitigen Verfahren, einschließlich einstweiliger Maßnahmen (einstweilige Verfügung).

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Unsere Leistungen

Wir beraten Influencer, Agenturen und Marken umfassend.

Unsere Leistungen:

  • Vertragsgestaltung und -prüfung
  • Kennzeichnungsleitlinien
  • Markenanmeldung und IP-Schutz
  • Datenschutz-Compliance
  • Prüfung von Gesundheits-Claims
  • Abmahnabwehr und Prozessvertretung
  • Plattformstreitigkeiten
  • Schulungen für Creator-Teams

Aktuelle Entwicklungen analysieren wir regelmäßig in unserem Blog.


FAQ – Influencer-Recht

Wann muss Werbung gekennzeichnet werden?

Sobald eine Gegenleistung oder ein werblicher Überschuss vorliegt.

Im Zweifel ist Transparenz vorzuziehen.


Darf ich fremde Musik verwenden?

Nur mit entsprechender Lizenz.

Plattformfreigaben ersetzen keine urheberrechtliche Prüfung.


Wer haftet bei falschen Produktversprechen?

Creator und Unternehmen können gemeinsam haften.

Besonders sensibel sind Gesundheitsprodukte.


Wie schütze ich meine Eigenmarke?

Durch frühzeitige Markenanmeldung.

Eine Recherche vor Markteinführung ist unerlässlich.


Was tun bei Abmahnung?

Fristen prüfen und keine vorschnelle Unterlassungserklärung abgeben.

Juristische Prüfung ist zwingend erforderlich.


Sind KI-generierte Inhalte kennzeichnungspflichtig?

Je nach Ausgestaltung können Transparenzpflichten bestehen.

Rechtslage entwickelt sich dynamisch.


Wie gehe ich gegen Account-Sperrungen vor?

Plattforminterne Beschwerdeverfahren sind zu nutzen.

Gegebenenfalls ist gerichtlicher Rechtsschutz möglich.


Welche Rolle spielt der DSA?

Er verschärft Transparenz- und Meldepflichten.

Creator sind indirekt betroffen.


Strategische Begleitung

Die Creator Economy ist wirtschaftlich relevant und rechtlich anspruchsvoll. Influencer-Recht erfordert präzise Vertragsgestaltung, saubere Kennzeichnung und vorausschauende Compliance.

Wir entwickeln nachhaltige Strukturen für Creator und Marken – mit dem Ziel, wirtschaftliche Potenziale auszuschöpfen und rechtliche Risiken kontrollierbar zu halten.

Weitere Abstimmungen erfolgen über unsere Kontaktseite.

Influencer-Recht – Kennzeichnung, Verträge & DSA:

Zuständige Anwälte für Influencer-Recht bei ITMR