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Shadowbanning: Bedeutung und Definition

Definition: Shadowbanning bezeichnet die heimliche Einschränkung der Sichtbarkeit von Beiträgen oder Konten durch eine Plattform, ohne dass der Nutzer darüber informiert wird. Die Inhalte bleiben online, werden aber kaum noch angezeigt oder in Suchergebnissen herabgestuft.

Der Digital Services Act verpflichtet Hostingdienste, Nutzer über Beschränkungen der Sichtbarkeit von Inhalten, etwa Herabstufung oder Entfernung aus Empfehlungen, mit einer Begründung zu informieren (Art. 17 Abs. 1 lit. a DSA). Gegen solche Entscheidungen steht das interne Beschwerdeverfahren offen (Art. 20 DSA). Online-Plattformen müssen außerdem in ihren Nutzungsbedingungen die wichtigsten Parameter ihrer Empfehlungssysteme offenlegen (Art. 27 DSA). Ausnahmen bestehen etwa bei irreführenden kommerziellen Massen-Inhalten.

Bedeutung für Sie

Auch Sichtbarkeitsbeschränkungen sind Moderationsentscheidungen, die Plattformen begründen müssen. Wer einen plötzlichen Reichweitenverlust feststellt, kann Auskunft und Überprüfung verlangen.

Mehr dazu: Social-Media-Recht

Rechtsgrundlagen

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. ITMR Rechtsanwälte PartGmbB.