Privacy by Design und Privacy by Default: Bedeutung und Definition
Definition: Privacy by Design verpflichtet Verantwortliche, den Datenschutz schon bei der Planung von Systemen und Prozessen technisch umzusetzen. Privacy by Default verlangt datenschutzfreundliche Voreinstellungen, sodass standardmäßig nur die für den Zweck erforderlichen Daten verarbeitet werden (Art. 25 DSGVO).
Art. 25 Abs. 2 DSGVO betrifft die Menge der erhobenen Daten, den Umfang ihrer Verarbeitung, ihre Speicherfrist und ihre Zugänglichkeit; personenbezogene Daten dürfen nicht ohne Eingreifen der Person einer unbestimmten Zahl von Menschen zugänglich gemacht werden. Die Pflicht trifft den Verantwortlichen, nicht unmittelbar den Softwarehersteller, weshalb sie bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistern berücksichtigt werden sollte. Ein Zertifizierungsverfahren nach Art. 42 DSGVO kann als Nachweis herangezogen werden.
Bedeutung für Sie
Bei neuen Apps, Websites und Softwareprojekten gehört Datenschutz deshalb ins Lastenheft und nicht erst in die Abnahme. Optionale Felder, freiwillige Profile und Tracking sollten im Auslieferungszustand ausgeschaltet sein.
Mehr dazu: Datenschutz-Set-up
Rechtsgrundlagen
- Art. 25 DSGVO Normtext Art. 25 DSGVO (amtlicher Text, öffnet neues Fenster) (öffnet in neuem Tab) 2 Urteile zu Art. 25 DSGVO
- Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO Normtext Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO (amtlicher Text, öffnet neues Fenster) (öffnet in neuem Tab) 19 Urteile zu Art. 5 DSGVO
- Art. 42 DSGVO Normtext Art. 42 DSGVO (amtlicher Text, öffnet neues Fenster) (öffnet in neuem Tab)
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. ITMR Rechtsanwälte PartGmbB.