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Pflichtenheft und Lastenheft: Bedeutung und Definition

Definition: Im Lastenheft beschreibt der Auftraggeber, was eine Software leisten soll; im Pflichtenheft legt der Auftragnehmer dar, wie er diese Anforderungen technisch umsetzen will. Zusammen bestimmen sie in IT-Projekten, welche Leistung vertraglich geschuldet ist.

Werkvertragsrechtlich ist ein Werk mangelhaft, wenn es nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat (§ 633 Abs. 2 BGB); ohne Vereinbarung kommt es darauf an, ob es sich für die gewöhnliche Verwendung eignet. Die Rechtsprechung sieht die Mitwirkung des Auftraggebers bei der Klärung der Anforderungen häufig als dessen Obliegenheit an, deren Verletzung Ansprüche nach § 642 BGB auslösen kann. Bei agilen Projekten tritt an die Stelle des starren Pflichtenhefts meist ein Product Backlog, dessen rechtliche Verbindlichkeit im Vertrag geregelt werden sollte.

Bedeutung für Sie

Fehlt eine klare Leistungsbeschreibung, wird im Streitfall über Mängel, Abnahme und Mehrvergütung gestritten. Vereinbaren Sie deshalb, wer das Pflichtenheft erstellt, wer es freigibt und wie spätere Änderungen beauftragt und vergütet werden.

Mehr dazu: Softwareentwicklungsvertrag

Rechtsgrundlagen

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. ITMR Rechtsanwälte PartGmbB.