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Journalistische Sorgfaltspflicht: Bedeutung und Definition

Definition: Die journalistische Sorgfaltspflicht verlangt, Nachrichten vor ihrer Veröffentlichung mit der gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu prüfen. Für die Presse folgt sie aus den Landespressegesetzen, für journalistisch-redaktionelle Online-Angebote aus § 19 Medienstaatsvertrag.

Zur Sorgfalt gehören insbesondere die Prüfung der Quellen, die Einholung einer Stellungnahme des Betroffenen vor einer Verdachtsberichterstattung und eine ausgewogene Darstellung, die auch entlastende Umstände nennt. Je schwerer ein Vorwurf wiegt, desto höher sind die Anforderungen. Wer die Sorgfalt nicht wahrt, kann sich nicht auf die Wahrnehmung berechtigter Interessen berufen. Der Pressekodex des Deutschen Presserats konkretisiert die Pflichten berufsethisch; Rügen des Presserats sind allerdings keine gerichtlichen Entscheidungen.

Bedeutung für Sie

Die Einhaltung der Sorgfalt entscheidet oft darüber, ob eine Berichterstattung über einen Verdacht rechtmäßig war. Auch Blogs, Podcasts und Social-Media-Kanäle mit journalistisch-redaktionellem Anspruch können unter § 19 MStV fallen und von den Landesmedienanstalten überprüft werden.

Mehr dazu: Presse-Check

Rechtsgrundlagen

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. ITMR Rechtsanwälte PartGmbB.