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Urteilsdatenbank

Alle Urteile und Beschlüsse – Seite 12

Sämtliche 825 Entscheidungen der Urteilsdatenbank, neueste zuerst. Mit Suche und Filtern eingrenzen. Zur Auswertung

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Thema

Gericht / Instanz

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Ergebnis

Besonderheit

551–600 von 825 Einträgen

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesenITMR beteiligt

LG Düsseldorf 5. Zivilkammer · Urteil vom 20.05.2019 · Az. 5 O 288/17 · ITMR beteiligt

LG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 20.5.2019)

1. Weist der Prozessbevollmächtigte des Klägers trotz Rüge keine ordnungsgemäße Vollmacht nach, ist die Klage vor dem Landgericht mangels anwaltlicher Vertretung nach § 78 ZPO unzulässig.

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 11.04.2019 · Az. C-690/17

EuGH: ÖKO-Test – Testsiegel als Individualmarke, Schutz nur bei Bekanntheit für unähnliche Waren

Die ÖKO-Test Verlag GmbH ist Inhaberin einer Unionsmarke und einer nationalen Marke, die jeweils aus ihrem Testsiegel bestehen und u. a. für Druckerzeugnisse und Testdienstleistungen eingetragen sind. Sie ging gegen Dr. Liebe vor, die das Testsiegel ohne Lizenzvertrag auf ihren Waren verwendete. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Deutschland) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 9 Abs. 1 VO (EG) Nr. 207/2009Art. 5 Abs. 1 und 2 RL 2008/95/EGVorlage an EuGH / BVerfG

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesenITMR beteiligt

LG Düsseldorf 7. Zivilkammer · Urteil vom 02.04.2019 · Az. 7 O 239/17 · ITMR beteiligt

LG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 2.4.2019)

1. Sagt eine Außendienstmitarbeiterin wahrheitswidrig eine Platzierung auf der ersten Seite einer Suchmaschine zu, kann der Kunde den Internet-System-Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und das gezahlte Entgelt nach § 812 BGB zurückverlangen.

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

E-CommerceVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Sechste Kammer) · Urteil vom 27.03.2019 · Az. C-681/17

EuGH: Online gekaufte Matratze – Widerrufsrecht trotz entfernter Schutzfolie

Ein Verbraucher kaufte im Internet eine Matratze, entfernte nach der Lieferung die Schutzfolie und widerrief den Kauf. Der Händler hielt den Widerruf aus Hygienegründen für ausgeschlossen. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH vor.

E-CommerceArt. 16 Buchst. e RL 2011/83/EUVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 14.03.2019 · Az. C-21/18

EuGH: Textilis/Svenskt Tenn – dekorative zweidimensionale Muster bestehen nicht ausschließlich aus der Form

Svenskt Tenn ist Inhaberin der Unionsbildmarke MANHATTAN, die ein von Joseph Frank entworfenes Stoffmuster zeigt. Sie verklagte die im elektronischen Geschäftsverkehr tätige Textilis und deren Eigentümer Herrn Keskin vor dem Stockholms tingsrätt wegen Marken- und Urheberrechtsverletzung; diese erhoben Widerklage auf Nichtigkeit. Der Svea hovrätt, Patent- och marknadsöverdomstolen (Berufungsgericht, Patent- und Marktgericht, Stockholm, Schweden) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 7 Abs. 1 Buchst. e Ziff. iii VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Dritte Kammer) · Urteil vom 16.01.2019 · Az. C-496/17

EuGH: Status des zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten – Steueridentifikationsnummern nur der verantwortlichen Personen

Die Deutsche Post AG beantragte den Status eines zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten. Die Zollbehörde verlangte die Steueridentifikationsnummern und Finanzamtsangaben von Gesellschaftern, Führungskräften und Beschäftigten. Das Finanzgericht Düsseldorf (Deutschland) legte dem EuGH Fragen im Licht des Datenschutzrechts vor.

DatenschutzrechtArt. 24 Abs. 1 Unterabs. 2 DVO (EU) 2015/2447VO (EU) 2016/679RL 95/46/EGVorlage an EuGH / BVerfG

UrheberrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Vierte Kammer) · Urteil vom 19.12.2018 · Az. C-572/17

EuGH: Lagerung von Waren mit geschützten Motiven kann Verbreitungsrecht verletzen

Ein Händler bot in einem Ladenlokal in Schweden Kleidung und Stoffe mit urheberrechtlich geschützten Motiven an und hielt identische Waren in Lagern vor. Im Strafverfahren legte der Högsta domstol (Oberster Gerichtshof, Schweden) dem EuGH die Frage vor, ob auch die Lagerung das Verbreitungsrecht verletzt.

UrheberrechtArt. 4 Abs. 1 RL 2001/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

UrheberrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 13.11.2018 · Az. C-310/17

EuGH: Geschmack eines Lebensmittels ist kein urheberrechtlich geschütztes Werk

Die Herstellerin eines Streichkäses machte geltend, der Geschmack ihres Produkts sei ein urheberrechtlich geschütztes Werk, und ging gegen ein Konkurrenzprodukt vor. Das Berufungsgericht Arnhem-Leeuwarden legte dem EuGH die Frage nach dem Werkbegriff vor.

UrheberrechtRL 2001/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

FilesharingVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Dritte Kammer) · Urteil vom 18.10.2018 · Az. C-149/17

EuGH: Anschlussinhaber kann sich bei Filesharing nicht durch bloße Benennung eines Familienmitglieds entlasten

1. Der Inhaber eines Internetanschlusses, über den Filesharing betrieben wurde, kann sich nicht allein durch die Benennung eines Familienmitglieds mit Zugriff auf den Anschluss entlasten, wenn dem Rechteinhaber dadurch jede Beweismöglichkeit genommen wird.

FilesharingArt. 8 Abs. 1 RL 2001/29Art. 3 Abs. 2 RL 2004/48Vorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 04.10.2018 · Az. C-105/17

EuGH: Verkauf über Online-Plattform – Privatperson gilt nur bei beruflicher Tätigkeit als Unternehmer

Eine Privatperson veröffentlichte auf einer Online-Plattform gleichzeitig mehrere Anzeigen, in denen sie neue und gebrauchte Waren zum Verkauf anbot. Die bulgarische Verbraucherschutzbehörde verhängte eine Geldbuße, weil Pflichtangaben gegenüber Verbrauchern fehlten. Das Verwaltungsgericht Warna legte dem EuGH vor.

WettbewerbsrechtArt. 2 Buchst. b, d RL 2005/29/EGArt. 2 Nr. 2 RL 2011/83/EUVorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 02.10.2018 · Az. C-207/16

EuGH: Ministerio Fiscal – Zugang zu SIM-Inhaberdaten nicht auf schwere Kriminalität beschränkt

Nach Anzeige wegen Raubs einer Brieftasche und eines Mobiltelefons beantragte die Kriminalpolizei, Betreibern aufzugeben, die mit der IMEI des gestohlenen Telefons aktivierten Telefonnummern und die Identität der SIM-Karteninhaber zu übermitteln. Der Ermittlungsrichter lehnte ab, weil das Gesetz die Übermittlung auf schwere Straftaten beschränke. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. Die Audiencia Provincial de Tarragona (Regionalgericht Tarragona, Spanien) legte dem EuGH vor.

DatenschutzrechtArt. 15 Abs. 1 RL 2002/58/EGArt. 7, 8 GRChVorlage an EuGH / BVerfG

TelekommunikationsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 13.09.2018 · Az. C-54/17 und C-55/17

EuGH: SIM-Karten mit vorinstallierten Diensten – unbestellte Dienstleistung als aggressive Geschäftspraxis

Die italienische Wettbewerbsbehörde verhängte Geldbußen gegen zwei Mobilfunkanbieter, die SIM-Karten mit vorinstallierten und aktivierten Internet- und Mailbox-Diensten vertrieben hatten, ohne die Kunden darüber und über die Kosten aufzuklären. Der Staatsrat Italiens legte dem EuGH Fragen zur Abgrenzung von UGP-Richtlinie und TK-Regulierung vor.

TelekommunikationsrechtAnhang I Nr. 29 RL 2005/29/EGArt. 3 Abs. 4 RL 2005/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Dritte Kammer) · Urteil vom 07.08.2018 · Az. C-521/17

EuGH: Vermietung von IP-Adressen – Haftungsprivilegien der E-Commerce-Richtlinie können greifen

Eine Vereinigung, die Rechte von Markeninhabern wahrnimmt, verklagte einen Anbieter, der IP-Adressen vermietete und registrierte und so die anonyme Nutzung von Domainnamen ermöglichte, über die markenverletzende Waren angeboten wurden. Das Bezirksgericht Tallinn legte dem EuGH Fragen zur Klagebefugnis und zur Verantwortlichkeit vor.

MarkenrechtArt. 4 Buchst. c RL 2004/48/EGArt. 12-14 RL 2000/31/EGVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 25.07.2018 · Az. C-129/17

EuGH (Mitsubishi): Entfernen der Marke und Anbringen eigener Zeichen vor Einfuhr ist Markenverletzung (De-Branding)

1. Der Markeninhaber kann sich dagegen wehren, dass ein Dritter ohne Zustimmung die Marken von Waren entfernt, die noch nicht im Europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebracht wurden, und eigene Zeichen anbringt, um sie dort einzuführen.

MarkenrechtArt. 5 RL 2008/95/EGArt. 9 VO (EG) 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Vierte Kammer) · Urteil vom 25.07.2018 · Az. C-632/16

EuGH: Dyson/BSH – keine irreführende Unterlassung bei fehlenden Testbedingungen auf Energieetikett

Dyson und BSH Home Appliances vertreiben Staubsauger, die mit einem Energieetikett zu versehen sind, dessen Werte auf Tests mit leerem Behältnis beruhen. Dyson warf BSH u. a. vor, Verbraucher irregeführt und unlautere Geschäftspraktiken begangen zu haben. Der Voorzitter van de rechtbank van koophandel te Antwerpen (Präsident des Handelsgerichts Antwerpen, Belgien) legte dem EuGH vor.

WettbewerbsrechtArt. 7 RL 2005/29/EGDelegierte VO (EU) Nr. 665/2013Vorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 10.07.2018 · Az. C-25/17

EuGH: Datenerhebung bei Haustür-Verkündigung – Begriff der Datei und gemeinsame Verantwortlichkeit einer Religionsgemeinschaft

1. Notizen, die bei der Verkündigung von Tür zu Tür über aufgesuchte Personen angelegt und nach bestimmten Kriterien geordnet werden, bilden eine Datei im Sinne des Datenschutzrechts.

DatenschutzrechtArt. 2 Buchst. c RL 95/46/EGArt. 2 Buchst. d RL 95/46/EGArt. 3 Abs. 2 RL 95/46/EGArt. 10 Abs. 1 GRChVorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 05.07.2018 · Az. C-339/17

EuGH: Princesport – Textilkennzeichnung der Faserzusammensetzung auch für reine Textilerzeugnisse

Der Verein für lauteren Wettbewerb warf Princesport vor, beim Online-Vertrieb ihrer aus einer einzigen Faser bestehenden Textilerzeugnisse die Anforderungen an Etikettierung und Kennzeichnung der Verordnung Nr. 1007/2011 nicht zu beachten, und erhob Klage. Gegen ein Versäumnisurteil legte Princesport Einspruch ein. Das Landgericht Köln (Deutschland) legte dem EuGH vor.

WettbewerbsrechtArt. 4, 7, 9, 14 VO (EU) Nr. 1007/2011Vorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 17.05.2018 · Az. C-642/16

EuGH: Junek/Lohmann & Rauscher – Aufkleber auf Originalverpackung beim Parallelimport von Medizinprodukten zulässig

Lohmann & Rauscher, Inhaberin der Unionsmarke Debrisoft für Verbandsmaterial, wandte sich gegen den österreichischen Parallelimporteur Junek, der auf der unveränderten Originalverpackung einen zusätzlichen Aufkleber mit eigenen Angaben anbrachte. Der Bundesgerichtshof (Deutschland) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 13 Abs. 2 VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 19.04.2018 · Az. C-148/17

EuGH: Peek & Cloppenburg – Zeitrang einer nationalen Marke, nachträgliche Feststellung von Verfall

Die beiden Unternehmen Peek & Cloppenburg (Hamburg und Düsseldorf) stritten darüber, ob der Verfall einer älteren deutschen Marke, deren Zeitrang für eine Unionsmarke in Anspruch genommen wurde, nachträglich festgestellt werden kann. Der Bundesgerichtshof (Deutschland) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 14 RL 2008/95/EGArt. 34 Abs. 2 VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

VertragsrechtTeilweise stattgegeben

OLG Düsseldorf 10. Zivilsenat · Urteil vom 11.01.2018 · Az. I-10 U 88/17

OLG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 11.1.2018)

1. Hat das Landgericht Vorbringen zu Unrecht als verspätet zurückgewiesen, muss sich das Berufungsgericht damit befassen; § 531 Abs. 1 ZPO erlaubt nur die Prüfung, ob die Zurückweisung zu Recht erfolgte.

VertragsrechtTeilweise stattgegeben

E-CommerceVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 20.12.2017 · Az. C-434/15

EuGH: Fahrdienst-App mit nicht berufsmäßigen Fahrern ist Verkehrsdienstleistung, kein reiner Online-Dienst

Ein Berufsverband von Taxifahrern in Barcelona klagte wegen unlauteren Wettbewerbs gegen den Anbieter einer Smartphone-Applikation, die nicht berufsmäßige Fahrer mit eigenem Fahrzeug an Fahrgäste vermittelte. Das Handelsgericht Nr. 3 Barcelona legte dem EuGH vor.

E-CommerceArt. 56, 58 Abs. 1 AEUVArt. 2 Buchst. a RL 2000/31/EGArt. 2 Abs. 2 Buchst. d RL 2006/123/EGVorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 20.12.2017 · Az. C-434/16

EuGH: Prüfungsantworten und Prüferanmerkungen sind personenbezogene Daten

Ein Prüfling verlangte nach einer nicht bestandenen beruflichen Prüfung Auskunft über sein Prüfungsskript. Die irische Datenschutzbehörde verneinte, dass es sich um personenbezogene Daten handele. Der Supreme Court (Oberster Gerichtshof, Irland) legte dem EuGH vor.

DatenschutzrechtArt. 2 Buchst. a RL 95/46/EGVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 20.12.2017 · Az. C-291/16

EuGH: Schweppes – Erschöpfung bei Parallelimport trotz Markenübertragung bei einheitlichem Gesamtauftritt

Die Schweppes-Marken waren ursprünglich in allen EWR-Staaten in der Hand von Cadbury Schweppes; ein Teil, darunter die britischen Marken, wurde an Coca-Cola übertragen. Schweppes SA wandte sich in Spanien gegen den Import von Tonic Water aus dem Vereinigten Königreich durch Red Paralela. Der Juzgado de lo Mercantil n o 8 de Barcelona (Handelsgericht Nr. 8 von Barcelona, Spanien) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 7 Abs. 1 RL 2008/95/EGArt. 36 AEUVVorlage an EuGH / BVerfG

KartellrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Erste Kammer) · Urteil vom 06.12.2017 · Az. C-230/16

EuGH Coty: Luxushersteller dürfen den Verkauf über Drittplattformen untersagen

1. Ein selektives Vertriebssystem für Luxuswaren, das primär das Luxusimage sichern soll, ist kartellrechtlich zulässig, wenn die Händler nach objektiven, einheitlich und diskriminierungsfrei angewandten qualitativen Kriterien ausgewählt werden.

KartellrechtArt. 4 VO 330/2010Art. 4 Buchst. b VO 330/2010Vorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zehnte Kammer) · Urteil vom 23.11.2017 · Az. C-381/16

EuGH: Benjumea Bravo de Laguna – nationale Übertragungsklage auf Unionsmarke anwendbar

Salvador Benjumea Bravo de Laguna hatte beim EUIPO eine Unionsbildmarke eintragen lassen. Esteban Torras Ferrazzuolo verlangte als angeblich rechtmäßiger Inhaber die Übertragung der Inhaberschaft nach spanischem Markenrecht. Der Tribunal Supremo (Oberster Gerichtshof, Spanien) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 16, 18 VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Neunte Kammer) · Urteil vom 19.10.2017 · Az. C-425/16

EuGH: Baucherlwärmer – Verletzungsklage wegen Bösgläubigkeit nur bei erfolgreicher Widerklage abweisbar

Hansruedi Raimund, Inhaber der Unionswortmarke Baucherlwärmer für einen Kräuteransatz, klagte vor dem Handelsgericht Wien gegen Michaela Aigner, die eine Kräutermischung ebenfalls so bezeichnete. Sie hielt die Anmeldung für bösgläubig und erhob Widerklage auf Nichtigerklärung. Der Oberste Gerichtshof (Österreich) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 96 Buchst. a, Art. 99 Abs. 1, Art. 100 Abs. 1 VO (EG) Nr. 207/2009Art. 52 Abs. 1 Buchst. b VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 19.10.2017 · Az. C-295/16

EuGH: Europamur – allgemeines Verbot des Verkaufs mit Verlust ist unionsrechtswidrig

Europamur verkauft als Großhändler Haushaltswaren und Lebensmittel an Supermärkte und Nachbarschaftsläden. Die Regionalverwaltung Murcia verhängte gegen sie eine Geldbuße von 3001 Euro, weil sie bestimmte Produkte mit Verlust verkauft hatte. Der Juzgado de lo Contencioso-Administrativo nº 4 de Murcia (Verwaltungsgericht Nr. 4 Murcia, Spanien) legte dem EuGH vor.

WettbewerbsrechtRL 2005/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 19.10.2017 · Az. C-231/16

EuGH: Merck/Merck & Co. – parallele Verletzungsklagen aus nationaler Marke und Unionsmarke, dieselben Handlungen

Die deutsche Merck KGaA verklagte Merck & Co. und Konzerngesellschaften vor dem Landgericht Hamburg (Deutschland) aus ihrer Unionsmarke, u. a. wegen Internetpräsenzen; zuvor war im Vereinigten Königreich bereits ein Verletzungsverfahren aus nationalen Marken anhängig. Das Landgericht Hamburg fragte den EuGH nach der Abgrenzung paralleler Verfahren.

MarkenrechtArt. 109 Abs. 1 Buchst. a VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

Vertragsrechtohne Angabe

AG Düsseldorf 231. Abteilung · Urteil vom 19.09.2017 · Az. 231 C 52/17

AG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 19.9.2017)

Behauptet der Kunde im Nachverfahren nur pauschal, der Anbieter habe die vertraglichen Leistungen nicht ordnungsgemäß erbracht, bleibt es bei der im Urkundsverfahren zuerkannten Vergütung aus dem Internetsystemvertrag.

Vertragsrechtohne Angabe

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 20.07.2017 · Az. C-93/16

EuGH: KERRYGOLD – friedliche Koexistenz in einem Teil der Union schließt Verwechslungsgefahr anderswo nicht aus

Die irische Ornua, Inhaberin der Unionsmarken KERRYGOLD für Butter und Milchprodukte, ging in Spanien gegen den Vertrieb von Margarine unter dem Zeichen KERRYMAID durch Tindale & Stanton vor; in Irland und im Vereinigten Königreich war KERRYMAID als nationale Marke eingetragen. Die Audiencia Provincial de Alicante (Provinzgericht Alicante, Spanien) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 9 Abs. 1 Buchst. b, c VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zehnte Kammer) · Urteil vom 20.07.2017 · Az. C-357/16

EuGH: Gelvora – Inkasso aus abgetretenen Verbraucherkrediten fällt unter die UGP-Richtlinie

Gelvora, eine private Inkassogesellschaft, erwarb von Banken Forderungen aus Verbraucherkreditverträgen und ergriff gegen die Schuldner Beitreibungsmaßnahmen, teils parallel zu Zwangsvollstreckungen durch Gerichtsvollzieher. Auf Beschwerden von Verbrauchern stellte die litauische Verbraucherschutzbehörde Verstöße fest. Der Lietuvos vyriausiasis administracinis teismas (Oberstes Verwaltungsgericht, Litauen) legte dem EuGH vor.

WettbewerbsrechtArt. 2 Buchst. c RL 2005/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesenITMR beteiligt

AG Düsseldorf 27. Abteilung · Urteil vom 13.07.2017 · Az. 27 C 419/16 · ITMR beteiligt

AG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 13.7.2017)

1. Kündigt der Kunde einen Internet-System-Vertrag nach § 649 BGB, kann der Anbieter die vereinbarte Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen verlangen, wenn er seinen Anspruch anhand einer erläuterten Urkalkulation substantiiert darlegt.

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zehnte Kammer) · Urteil vom 06.07.2017 · Az. C-139/16

EuGH: La Milla de Oro – Zeichen ohne Ortsnamen ist keine geografische Herkunftsangabe

Die Inhaber der spanischen Weinmarke La Milla de Oro klagten gegen die Kellerei Abadía Retuerta, die auf ihren Etiketten das Zeichen „El Pago de la Milla de Oro“ verwendete. Die Audiencia Provincial de Burgos (Provinzgericht Burgos, Spanien) legte dem EuGH Fragen zur Schutzfähigkeit und zur geografischen Herkunftsangabe vor.

MarkenrechtArt. 3 Abs. 1 Buchst. c RL 2008/95/EGVorlage an EuGH / BVerfG

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesenITMR beteiligt

AG Düsseldorf 231. Abteilung · Urteil vom 27.06.2017 · Az. 231 C 52/17 · ITMR beteiligt

AG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Vorbehaltsurteil vom 27.6.2017)

1. Eine Laufzeit von 48 Monaten in einem Internet-System-Vertrag benachteiligt den gewerblichen Kunden nicht unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 BGB.

VertragsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 08.06.2017 · Az. C-689/15

EuGH: Baumwollblüte – Individualmarke als Gütezeichen ist keine ernsthafte Benutzung

Der Verein Bremer Baumwollbörse ist Inhaber der Unionsbildmarke „Baumwollblüte“, die er an Mitglieder für Textilien aus hochwertigen Baumwollfasern lizenziert. Er ging gegen die W. F. Gözze Frottierweberei vor, die das Zeichen ohne Lizenz nutzte. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Deutschland) legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 15 Abs. 1 VO (EG) Nr. 207/2009Art. 9 Abs. 1 Buchst. b VO (EG) Nr. 207/2009Art. 52 Abs. 1 Buchst. a, Art. 7 Abs. 1 Buchst. g VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 18.05.2017 · Az. C-617/15

EuGH: Unionsmarke – Enkelgesellschaft eines Unternehmens aus einem Drittstaat als Niederlassung für die Zuständigkeit

Ein Sportartikelhersteller klagte als Inhaber einer Unionsmarke vor einem deutschen Gericht gegen eine Gesellschaft mit Sitz in einem Drittstaat, deren Enkelgesellschaft in Deutschland ansässig war. Fraglich war die internationale Zuständigkeit. Das Oberlandesgericht Düsseldorf legte dem EuGH vor.

MarkenrechtArt. 97 Abs. 1 VO (EG) Nr. 207/2009Vorlage an EuGH / BVerfG

Vertragsrechtohne AngabeITMR beteiligt

LG Düsseldorf 16. Zivilkammer · Urteil vom 12.05.2017 · Az. 16 O 260/16 · ITMR beteiligt

LG Düsseldorf: Internet-System-Vertrag (Urteil vom 12.5.2017)

1. Die Zustellung eines Mahnbescheids hemmt die Verjährung nur für die darin bezeichnete Teilforderung; der darüber hinausgehende Teil eines Vergütungsanspruchs nach § 649 Satz 2 BGB kann verjähren.

Vertragsrechtohne Angabe

WerberechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Dritte Kammer) · Urteil vom 04.05.2017 · Az. C-339/15

EuGH: Vanderborght – generelles Werbeverbot für Zahnärzte verstößt gegen E-Commerce-Richtlinie

Gegen einen in Opwijk (Belgien) tätigen Zahnarzt wurde ein Strafverfahren eingeleitet, weil er unter Verstoß gegen belgisches Recht für zahnärztliche Leistungen geworben haben soll, u. a. mit einer bedruckten Stele mit Name, Website-Adresse und Telefonnummer sowie einer Website. Das Nederlandstalige rechtbank van eerste aanleg te Brussel, strafzaken (Belgien) legte dem EuGH vor.

WerberechtRL 2005/29/EGRL 2000/31/EGArt. 56 AEUVVorlage an EuGH / BVerfG

WerberechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zehnte Kammer) · Urteil vom 30.03.2017 · Az. C-146/16

EuGH: DHL Paket/MeinPaket.de – Anbieterangaben bei Printwerbung für Online-Plattform

DHL Paket betreibt die Online-Verkaufsplattform „MeinPaket.de“, auf der gewerbliche Verkäufer Waren anbieten. In einer Werbeanzeige in der Bild am Sonntag wurden fünf Produkte zum Erwerb über die Plattform angeboten. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) ging dagegen vor. Der Bundesgerichtshof (Deutschland) legte dem EuGH vor.

WerberechtArt. 7 Abs. 4 RL 2005/29/EGVorlage an EuGH / BVerfG

UrheberrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Achte Kammer) · Urteil vom 16.03.2017 · Az. C-138/16

EuGH: Kabelweitersendung des nationalen Rundfunks als technische Wiedergabemodalität erlaubnisfrei möglich

Eine österreichische Verwertungsgesellschaft verlangte von einem Betreiber, der Rundfunksendungen der nationalen Rundfunkanstalt zeitgleich und unverändert über Leitungen verbreitete, eine Vergütung. Nach österreichischem Recht bedurfte diese Übermittlung keiner Erlaubnis. Das Handelsgericht Wien legte dem EuGH vor.

UrheberrechtArt. 3 Abs. 1 RL 2001/29/EGArt. 11bis RBÜVorlage an EuGH / BVerfG

TelekommunikationsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Zweite Kammer) · Urteil vom 15.03.2017 · Az. C-536/15

EuGH: Tele2 – Teilnehmerdaten auch für Verzeichnisdienste aus anderen Mitgliedstaaten

European Directory Assistance (EDA), eine belgische Gesellschaft, bietet von Belgien aus Auskunftsdienste und Teilnehmerverzeichnisse an und verlangte von niederländischen Unternehmen, die Telefonnummern zuweisen, deren Teilnehmerdaten. Nach deren Weigerung entschied die ACM 2013 über den Streitbeilegungsantrag. Tele2, Ziggo und Vodafone Libertel klagten dagegen. Das College van Beroep voor het bedrijfsleven (Berufungsgericht für Wirtschaftssachen, Niederlande) legte dem EuGH vor.

TelekommunikationsrechtArt. 25 Abs. 2 RL 2002/22/EGRL 2002/58/EGVorlage an EuGH / BVerfG

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