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Urteilsdatenbank

Alle Urteile und Beschlüsse – Seite 4

Sämtliche 825 Entscheidungen der Urteilsdatenbank, neueste zuerst. Mit Suche und Filtern eingrenzen. Zur Auswertung

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Thema

Gericht / Instanz

Jahr

Norm

Ergebnis

Besonderheit

151–200 von 825 Einträgen

PersönlichkeitsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Köln · Hinweisbeschluss vom 16.01.2026 · Az. 15 U 299/25

OLG Köln: Keine Persönlichkeitsrechtsverletzung bei Einwilligung des Strafverteidigers in Berichterstattung

1. Eine Berichterstattung verletzt das Persönlichkeitsrecht nicht, wenn die Betroffene vertreten durch ihren Strafverteidiger eingewilligt hat.

Persönlichkeitsrecht§§ 823 Abs. 1, 1004 Abs. 1 BGBArt. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG§ 531 Abs. 2 ZPO§ 522 Abs. 2 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

TelekommunikationsrechtStattgegeben

AG Krefeld Einzelrichter · Urteil vom 15.01.2026 · Az. 1 C 179/25

AG Krefeld: Grundstückseigentümer muss Glasfaserverlegung zum Nachbarn dulden

1. Der Grundstückseigentümer muss die Verlegung von Telekommunikationslinien nach § 134 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TKG dulden, wenn die Arbeiten das Grundstück nicht unzumutbar beeinträchtigen.

Telekommunikationsrecht§ 134 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TKG§ 125 TKGStattgegeben

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

EuG (Achte Kammer) · Urteil vom 14.01.2026 · Az. T-64/25

EuG: Entscheidung zu älterem österreichischem Namensrecht gegen Unionsmarke Leone aufgehoben

Namen, die im geschäftlichen Verkehr zur Identifizierung einer Person oder eines Unternehmens als solche benutzt werden, können ein älteres Namensrecht im Sinne von Art. 60 Abs. 2 Buchst. a der Verordnung 2017/1001 begründen; das nationale Namensrecht ist nicht auf außergeschäftliche Sachverhalte beschränkt.

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

WettbewerbsrechtStattgegeben

LG Bochum 15. Zivilkammer - Kammer für Handelssachen - · Urteil vom 14.01.2026 · Az. 15 O 125/25

LG Bochum: Preiswerbung in Shopping-Anzeige ohne Hinweis auf Mindestbestellwert irreführend

1. Wer in Preisvergleichs- oder Shopping-Anzeigen einen Preis nennt, ohne auf einen Mindestbestellwert hinzuweisen, wirbt irreführend, weil Verbraucher erwarten, zum angegebenen Preis bestellen zu können.

Wettbewerbsrecht§ 5 UWG§ 5a UWG§ 8 UWG§ 13 Abs. 3 UWGStattgegeben

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

AG Duisburg Richterin am Amtsgericht · Urteil vom 13.01.2026 · Az. 513 C 1345/25

AG Duisburg: Kein DSGVO-Schadensersatz nach MOVEit-Cyberangriff auf Dienstleister eines Versicherers

Ein Anspruch aus Art. 82 DSGVO setzt voraus, dass sich ein Verstoß des Verantwortlichen gegen seine Pflicht zu angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen feststellen lässt; fehlt es daran, scheidet Schadensersatz aus.

DatenschutzrechtArt. 82 DSGVOArt. 5 Abs. 1 lit. f DSGVOArt. 32 DSGVOAbgewiesen / zurückgewiesen

UrheberrechtVorlage an EuGH / BVerfG

LG Köln 14. Zivilkammer · Beschluss vom 12.01.2026 · Az. 14 O 133/23

LG Köln legt EuGH vor: Ist das Teilen eines Facebook-Posts mit Linkvorschau eine Urheberrechtsverletzung?

1. Das Gericht legt dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vor, ob das Teilen eines rechtsverletzenden Beitrags über die Teilen-Funktion eines sozialen Netzwerks eine öffentliche Wiedergabe oder Vervielfältigung darstellt.

UrheberrechtArt. 3 Abs. 1 RL 2001/29/EGArt. 2 RL 2001/29/EG§§ 15, 16, 19a UrhGVorlage an EuGH / BVerfG

UrheberrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

LG Köln · Beschluss vom 09.01.2026 · Az. 14 O 455/25

LG Köln: Streamerin kann Tonschnipsel aus ihrem Livestream nicht verbieten lassen

Eine Streamerin wollte einer anderen Nutzerin derselben Streaming-Plattform per einstweiliger Verfügung verbieten lassen, einen etwa zwei Sekunden langen Ausschnitt mit einer derben Aussage aus ihrem Livestream zu senden oder öffentlich zugänglich zu machen. Die Antragsgegnerin hatte den Ausschnitt in einem eigenen Livestream dreimal eingespielt. Die Antragstellerin berief sich unter anderem darauf, als Sendeunternehmen nach § 87 UrhG geschützt zu sein.

Urheberrecht§ 51a UrhG§ 87 UrhG§ 95 UrhG§ 85 UrhG§ 242 BGBAbgewiesen / zurückgewiesen

PresserechtAbgewiesen / zurückgewiesen

LG Köln · Beschluss vom 06.01.2026 · Az. 28 O 439/25

LG Köln: Identifizierende Verdachtsberichterstattung über Ärztin nach eigener Äußerung in sozialen Medien zulässig

Die Antragsgegnerin berichtete in einem Artikel vom 23.12.2025 unter Nennung des Namens und mit einem Bild über ein Ermittlungsverfahren gegen eine Hausärztin wegen des Verdachts der Tötung auf Verlangen. Die Ärztin hatte sich zuvor selbst mehrfach in den sozialen Medien zu dem Verfahren geäußert. Sie beantragte, die Berichterstattung über das Ermittlungsverfahren unter Nennung ihres Namens und mit ihrem Bild zu verbieten, hilfsweise eine bestimmte Äußerung in dem Artikel.

Presserecht§ 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB i.V.m. § 823 Abs. 1 BGBArt. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

TelekommunikationsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Köln 6. Zivilsenat · Urteil vom 19.12.2025 · Az. 6 UKl 1/25

OLG Köln: Mobilfunk-Option „5G+ Gaming“ verstößt nicht gegen Netzneutralität

1. Eine Mobilfunkoption zur Optimierung von Spieleverbindungen ist an der Regelung für Spezialdienste und nicht am allgemeinen Gleichbehandlungsgebot der Netzneutralität zu messen.

TelekommunikationsrechtArt. 3 Abs. 3, 5 VO (EU) 2015/2120§ 2 UKlaGAbgewiesen / zurückgewiesen

MarkenrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Dritte Kammer) · Urteil vom 18.12.2025 · Az. C-168/24

EuGH: Designer-Namensmarke kann bei irreführender Benutzung verfallen

1. Eine aus dem Namen eines Modedesigners bestehende Marke kann für verfallen erklärt werden, wenn ihre Benutzung den Durchschnittsverbraucher irrig annehmen lässt, der Designer habe an der Gestaltung der Waren mitgewirkt.

MarkenrechtArt. 12 Abs. 2 Buchst. b RL 2008/95Art. 20 Buchst. b RL 2015/2436Vorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Düsseldorf · Hinweisbeschluss vom 17.12.2025 · Az. 14 U 16/25

OLG Düsseldorf: Kein DSGVO-Schadensersatz bei Scraping ohne Darlegung von Zeitpunkt und Betroffenheit

1. Ein Schadensersatzanspruch wegen eines Scraping-Vorfalls scheitert, wenn der Kläger weder den Zeitpunkt nach Geltung der Datenschutz-Grundverordnung noch seine Betroffenheit hinreichend darlegt.

DatenschutzrechtArt. 82 Abs. 1 DSGVOArt. 99 Abs. 2 DSGVO§ 148 ZPO§ 522 Abs. 2 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Köln · Beschluss vom 15.12.2025 · Az. 19 U 205/25

OLG Köln: Berufung gegen Verurteilung zur DSGVO-Auskunft mangels Beschwer unzulässig

1. Für die Beschwer des zur Datenauskunft Verurteilten ist vorrangig der voraussichtliche Zeit- und Kostenaufwand der Auskunftserteilung maßgeblich.

Datenschutzrecht§ 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO§ 522 Abs. 1 ZPOArt. 15 DSGVOAbgewiesen / zurückgewiesen

WettbewerbsrechtTeilweise stattgegeben

OLG Düsseldorf · Urteil vom 04.12.2025 · Az. 20 U 38/25

OLG Düsseldorf: Werbung mit CO2-Kompensation bei der Flugbuchung ist irreführend

Der Dachverband der Verbraucherzentralen, eine qualifizierte Einrichtung nach § 4 UKlaG, nahm eine Fluggesellschaft wegen ihrer Werbung bei der Flugbuchung im Internet in Anspruch. Kunden konnten dort gegen einen Aufpreis die für ihren Flug berechneten CO2-Emissionen über Klimaschutzprojekte kompensieren lassen. Hinzu kamen ein „Nachhaltigkeitsversprechen“ mit dem Hinweis auf die Zukunft des CO2-neutralen Fliegens und Werbung für Sustainable Aviation Fuel (SAF). Das LG Düsseldorf hatte die Klage auf Unterlassung und Zahlung der Abmahnpauschale abgewiesen.

Wettbewerbsrecht§ 5 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 UWG§ 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 3 UWG§ 13 Abs. 3 UWGTeilweise stattgegeben

UrheberrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Erste Kammer) · Urteil vom 04.12.2025 · Az. C-580/23 und C-795/23

EuGH: Keine höheren Anforderungen an den Urheberrechtsschutz für angewandte Kunst

1. Für Gegenstände der angewandten Kunst gelten keine strengeren Anforderungen an die Originalität als für andere Werke; zwischen Design- und Urheberrechtsschutz besteht kein Regel-Ausnahme-Verhältnis.

UrheberrechtArt. 4 Abs. 1 RL 2001/29Vorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

BVerwG 6. Senat · Urteil vom 02.12.2025 · Az. 6 C 1.25

BVerwG: Längerfristige Observation und verdeckte Bildaufzeichnung von Gefährder-Kontaktpersonen (PolG NRW)

Eine längerfristige Observation und verdeckte Bildaufzeichnung von Kontaktpersonen eines Gefährders nach dem Polizeigesetz Nordrhein-Westfalen konnte auch auf der Grundlage der vom Bundesverfassungsgericht angeordneten Fortgeltung rechtmäßig sein, wenn die dafür geltenden einschränkenden Maßgaben eingehalten wurden.

DatenschutzrechtArt. 1 Abs. 1 GGArt. 2 Abs. 1 GG§ 16a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 PolG NW 2003§ 16a Abs. 1 Satz 2 PolG NW 2003§ 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 PolG NW 2003§ 17 Abs. 1 Satz 2 PolG NW 2003Abgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 02.12.2025 · Az. C-492/23

EuGH: Betreiber eines Online-Marktplatzes ist für personenbezogene Daten in Nutzeranzeigen datenschutzrechtlich verantwortlich

1. Der Betreiber eines Online-Marktplatzes ist für personenbezogene Daten in Nutzeranzeigen datenschutzrechtlich verantwortlich und muss vor der Veröffentlichung Anzeigen mit sensiblen Daten erkennen sowie die Identität des Inserenten prüfen.

DatenschutzrechtArt. 24 DSGVOArt. 32 DSGVOArt. 1 Abs. 5 Buchst. b RL 2000/31Art. 2 Abs. 4 DSGVOArt. 4 Nr. 7 DSGVOArt. 12 RL 2000/31Vorlage an EuGH / BVerfG

KartellrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Große Kammer) · Urteil vom 02.12.2025 · Az. C-34/24

EuGH C-34/24: Gerichtsstand für Verbandsklagen gegen überhöhte App-Store-Provisionen

1. Erhebt eine Einrichtung eine Verbandsklage wegen überhöhter Provisionen einer auf das ganze Inland ausgerichteten App-Plattform, ist jedes sachlich zuständige Gericht dieses Mitgliedstaats am Ort des Schadenserfolgs international und örtlich zuständig.

KartellrechtVorlage an EuGH / BVerfG

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Hamm · Urteil vom 26.11.2025 · Az. 11 U 168/24

OLG Hamm: Kein Feststellungsinteresse bei rein hypothetischem Kontrollverlust

Zum Feststellungsinteresse für eine mit einem Datenschutzverstoß begründete Schadensersatzklage nach der rechtskräftigen Abweisung eines mit dem Datenschutzverstoß begründeten Anspruchs auf immateriellen Schadenersatz. Das rein hypothetische Risiko eines Kontrollverlusts und die unter Hinweis auf dieses Risiko vorgetragene Besorgnis begründen keinen Schaden im Sinne der DSGVO oder des DSG NRW.

DatenschutzrechtArt. 82 DSGVO§ 256 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Fünfte Kammer) · Urteil vom 20.11.2025 · Az. C-57/23

EuGH C-57/23: Erhebung und Löschung biometrischer und genetischer Daten durch Polizeibehörden

1. Als Recht der Mitgliedstaaten für die polizeiliche Verarbeitung biometrischer und genetischer Daten genügt auch eine allgemeine Vorschrift in ihrer Auslegung durch die Rechtsprechung, sofern diese zugänglich und hinreichend vorhersehbar ist.

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

WettbewerbsrechtStattgegeben

AG Düsseldorf Abteilung 23 · Urteil vom 20.11.2025 · Az. 23 C 120/25

AG Düsseldorf: Indirekte LinkedIn-Vernetzung ist keine Einwilligung in Werbe-E-Mails

1. Wer ohne Einwilligung Werbung an ein Unternehmen versendet, greift rechtswidrig in dessen eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb ein; dabei sind die Maßstäbe des § 7 UWG heranzuziehen.

Wettbewerbsrecht§§ 823 Abs. 1, 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWGStattgegeben

TelekommunikationsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Erste Kammer) · Urteil vom 20.11.2025 · Az. C-327/24

EuGH C-327/24: Zugang zu baulichen Anlagen marktmächtiger TK-Unternehmen

1. Bevor die Regulierungsbehörde einem Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht den Zugang zu baulichen Anlagen auferlegt, muss sie prüfen, ob ohne diese Pflicht ein nachhaltig wettbewerbsorientierter Markt behindert würde und die Interessen der Endnutzer leiden würden; das gilt unabhängig davon, ob die Anlagen zum relevanten Markt gehören.

TelekommunikationsrechtVorlage an EuGH / BVerfG

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

EuG (Dritte Kammer) · Urteil vom 19.11.2025 · Az. T-563/24

EuG: Verfallsentscheidung zur Unionsbildmarke Làv wegen überzogener Beweisanforderungen aufgehoben

Beim Nachweis der ernsthaften Benutzung darf das EUIPO keine überzogenen Anforderungen stellen; verlangt die Beschwerdekammer eine lückenlose Zuordnung zwischen internen Produktcodes und den Waren, verkennt sie, dass die vorgelegten Beweise in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind.

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

IT-RechtAbgewiesen / zurückgewiesen

EuG (Siebte erweiterte Kammer) · Urteil vom 19.11.2025 · Az. T-367/23

EuG: Amazon Store bleibt sehr große Online-Plattform nach dem DSA – Klage abgewiesen

Die Benennung als sehr große Online-Plattform steht in unmittelbarem rechtlichem Zusammenhang mit Art. 33 Abs. 1 DSA, dessen Rechtmäßigkeit inzident geprüft werden kann; die damit verbundenen zusätzlichen Pflichten berühren zwar die unternehmerische Freiheit, stellen die Gültigkeit der Vorschrift aber nicht in Frage.

IT-RechtAbgewiesen / zurückgewiesen

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

EuG (Dritte Kammer) · Urteil vom 19.11.2025 · Az. T-564/24

EuG: EUIPO darf beim Benutzungsnachweis keine übermäßige Beweislast auferlegen (Lav)

Eine widersprüchlich begründete Entscheidung, die zudem den Umfang der Benutzungsbeweise zu eng prüft und ein unverhältnismäßig strenges Beweismaß anlegt, ist aufzuheben, auch wenn die einzelnen Belege für sich genommen lückenhaft erscheinen.

MarkenrechtAufgehoben (ohne Zurückverweisung)

PersönlichkeitsrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

OLG Köln · Beschluss vom 18.11.2025 · Az. 15 W 121/25

OLG Köln: Kein Verfügungsgrund für Unterlassung von Äußerungen gegenüber Behörde

1. Ob für Äußerungen gegenüber einer Behörde das Rechtsschutzbedürfnis fehlt, kann offenbleiben, wenn kein Verfügungsgrund besteht.

Persönlichkeitsrecht§ 823 Abs. 1 BGB§ 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analogArt. 2 Abs. 1 GGArt. 1 Abs. 1 GG§ 935 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtVorlage an EuGH / BVerfG

EuGH (Erste Kammer) · Urteil vom 13.11.2025 · Az. C-654/23

EuGH: Newsletter an Nutzer eines kostenlosen Kontos kann als Direktwerbung für ähnliche Produkte ohne Einwilligung zulässig sein

1. Richtet ein Nutzer ein kostenloses Konto bei einem Onlinemedium ein, das auch kostenpflichtige Inhalte anbietet, erhält der Herausgeber die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Dienstleistung; ein täglicher Newsletter kann daher Direktwerbung für ähnliche Dienstleistungen ohne Einwilligung sein.

DatenschutzrechtArt. 13 Abs. 1 RL 2002/58Art. 13 Abs. 2 RL 2002/58Art. 95 DSGVOVorlage an EuGH / BVerfG

UrheberrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

LG Köln · Urteil vom 12.11.2025 · Az. 14 O 5/23

LG Köln: Miturheberschaft an Werbefoto bei vorgegebener Szenerie und Portfolio-Nutzung

1. Bei einem Lichtbildwerk, das eine gestellte Szenerie zum Motiv hat, kommt eine Miturheberschaft zwischen Fotografen und Gestalter der Szenerie in Betracht. Im vorliegenden Fall ist Miturheberschaft anzunehmen, weil die Beklagten zum Motiv im Rahmen eines Briefings klare Vorgaben gemacht haben, an die sich der Fotograf auch gehalten hat.2. Miturheber untereinander dürfen nach § 8 Abs. 2 S. 2 UrhG einander die Nutzung zur Darstellung des Werks als Teil des eigenen Werkschaffens im Rahmen eines Portfolios nicht untersagen. Dies gilt erst recht, wenn einer der Miturheber selbst eine solche Referenznutzung vornimmt und diese den anderen Miturhebern untersagen möchte.

Urheberrecht§ 8 UrhG§ 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhGAbgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

LG Krefeld 3. Zivilkammer · Urteil vom 06.11.2025 · Az. 3 O 93/24

LG Krefeld: Kein Schmerzensgeld nach Cyberangriff auf Datentransfer-Software eines Auftragsverarbeiters

1. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, nicht aber die vollständige Beseitigung jedes Risikos; bei der Auswahl steht dem Verantwortlichen ein Spielraum zu.

DatenschutzrechtArt. 82 DSGVOArt. 32 DSGVOArt. 28 DSGVOAbgewiesen / zurückgewiesen

DatenschutzrechtAbgewiesen / zurückgewiesen

LG Kleve · Urteil vom 31.10.2025 · Az. 6 O 83/24

LG Kleve: Kein immaterieller Schadensersatz nach Cyberangriff auf Datenaustausch-Plattform

1. Nach einem Cyberangriff auf eine marktübliche Plattform besteht kein Anspruch auf immateriellen Schadensersatz, wenn den Verantwortlichen kein Verschulden an dem unbefugten Zugriff trifft.

DatenschutzrechtArt. 82 DSGVOArt. 32 DSGVO§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPOAbgewiesen / zurückgewiesen

E-CommerceTeilweise stattgegeben

OLG Düsseldorf · Urteil vom 30.10.2025 · Az. 20 U 19/25

OLG Düsseldorf: Preisanpassungsklausel im kostenpflichtigen Zusatzdienst eines Online-Händlers benachteiligt Verbraucher unangemessen

Ein Verbraucherverband ging gegen eine Klausel vor, mit der ein großer Online-Händler sich in den Teilnahmebedingungen seines kostenpflichtigen Zusatzdienstes (schnellerer Versand sowie Video-, Musik- und weitere digitale Angebote) eine Anpassung der Mitgliedsgebühr nach billigem Ermessen vorbehielt. 2022 erhöhte der Händler die Gebühren unter Berufung auf Inflation. Der Verband verlangte Unterlassung der Klausel und der Preiserhöhungsschreiben sowie Abmahnkosten; der Händler forderte widerklagend Ersatz seiner eigenen Kosten.

E-Commerce§ 307 Abs. 1 BGB§ 1 UKlaG§ 13 Abs. 5 UWGArt. 6 Abs. 2 Rom-I-VOTeilweise stattgegeben

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